{"id":14558,"date":"2014-12-05T16:53:34","date_gmt":"2014-12-05T12:53:34","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/?p=14558"},"modified":"2014-12-05T16:53:34","modified_gmt":"2014-12-05T12:53:34","slug":"aus-dem-gesprach-des-prasidenten-der-republik-aserbaidschan-heydar-aliyev-auf-dem-empfang-des-sondervertreters-des-staatsdepartements-von-usa-fur-regionale-konflikte-des-botschafters-kerry-kavano-und","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/aus-dem-gesprach-des-prasidenten-der-republik-aserbaidschan-heydar-aliyev-auf-dem-empfang-des-sondervertreters-des-staatsdepartements-von-usa-fur-regionale-konflikte-des-botschafters-kerry-kavano-und\/","title":{"rendered":"Aus dem Gespr\u00e4ch des Pr\u00e4sidenten der Republik Aserbaidschan Heydar Aliyev auf dem Empfang des Sondervertreters des Staatsdepartements von USA f\u00fcr regionale Konflikte, des Botschafters Kerry Kavano und der ihn begleitenden Pers\u00f6nlichkeiten &#8211; Pr\u00e4sidialamt, den 9. Mai 2000"},"content":{"rendered":"<p><strong><em>Heydar Aliyev:<\/em><\/strong> Geehrter Herr Kavano,<\/p>\n<p>geehrter Botschafter,<\/p>\n<p>geehrte G\u00e4ste,<\/p>\n<p>Ich freue mich, Sie wieder zu treffen. Herzlich willkommen in Aserbaidschan! Ich hoffe, wir werden an diesem Treffen mit Ihnen die Fragen, die f\u00fcr uns sehr wichtig sind, besprechen k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen den USA und Aserbaidschan sind vielseitig. Diese Beziehungen haben sowohl wirtschaftliche, politische, \u00f6ffentliche Bereiche, wie auch andere Bereiche. Aber, Herr Kavano, wir haben mit Ihnen einen Bereich, der wichtiger als alle Bereiche ist. Und dieser besteht in der Beilegung des armenisch-aserbaidschanischen Konfliktes, der Fortsetzung des Friedensprozesses. Ich vermute, wir werden mit Ihnen dar\u00fcber ausf\u00fchrlich reden k\u00f6nnen. Bitte.<\/p>\n<p><strong><em>Kerry Kavano: <\/em><\/strong>Sie haben Recht, die Beziehungen zwischen den USA und Aserbaidschan sind sehr umfangreichund vielseitig. Ich freue mich sehr auf meine n\u00e4chste Reise hierher, die mit der Entwicklung des Friedensprozesses verbunden ist und auch darauf, dass ich den Dialog fortsetze.<\/p>\n<p>Wir reden heute mit Ihnen \u00fcber den Frieden. Und die n\u00e4chste Delegation, die morgen aus den USA kommt, wird mit Ihnen ein Gespr\u00e4ch zum Thema wirtschaftlicher Zusammenarbeit zwischen unseren L\u00e4ndern f\u00fchren.<\/p>\n<p>Ich denke, dass dieser ein erfolgreicher Tag ist, \u00fcber den Frieden zu reden. W\u00e4hrend wir heute das Siegesfest feiern, erinnern wir uns wieder daran, was ein Krieg uns zugef\u00fcgt hat, welchen Preis ein Frieden hat und wie wertvoll dieser ist.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass das aserbaidschanische Volk auch sehr gut versteht, welche Sch\u00e4den, Verluste ein Krieg bringt und wie wertvoll der Frieden ist. Wir glauben daran, dass es w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Monate M\u00f6glichkeiten gibt, den Friedensprozess zu entwickeln. Und meine Reise in die Region diese Woche hat gerade dies zum Ziel. W\u00e4hrend meiner Reise bin ich in Eriwan und auch in Aserbaidschan gewesen. Gestatten Sie mir, auch hinzuzuf\u00fcgen, dass sich der Pr\u00e4sident Clinton und die Staatssekret\u00e4rin Frau Olbright auch mit dieser Frage sehr eng besch\u00e4ftigen und sehr f\u00fcr diese Sache interessieren.<\/p>\n<p>Wir bereiten die bevorstehende Reise des Pr\u00e4sident Clinton im n\u00e4chsten Monat nach Moskau vor. Er will vor dieser Reise unsere Beziehungen nochmals behandeln und es benutzen, um die von mir genannten Ziele in Moskau zu erreichen.<\/p>\n<p>Gestatten Sie mir, Ihnen auch mitzuteilen, dass ich in einer Woche mit meinen anderen Kollegen, den Ko-Vorsitzenden der Minsk-Gruppe in Genf zusammentreffen werde. Wir werden im Laufe dieses Treffens Meinungsaustausch \u00fcber neue Vorschl\u00e4ge f\u00fchren, um den Friedensprozess voranzutreiben.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Tag nach dem Treffen der Kovorsitzenden werden wir uns zu dritt mit Vertretern internationaler Organisationen treffen. Und das Hauptziel dieses Treffens besteht darin, die Bestimmung und Bewertung notwendiger Bed\u00fcrfnisse nach der F\u00fchrung der Wiederaufbauarbeiten zu organisieren. An dem bevorstehenden Treffen in Genf werden Vertreter der mehr als 12 internationalen Organisationen teilnehmen und wir werden \u00fcber die Hilfspl\u00e4ne zur Besiedelung der Fl\u00fcchtlinge aus den Gebieten, die von der Eroberung befreit werden, reden. W\u00e4hrend dieses Treffens wird ebenfalls ein gr\u00fcndlicher Meinungsaustausch \u00fcber den Wiederaufbau der Eisenbahnen, Kraftwerke, D\u00f6rfer, St\u00e4dte in den Gebieten, die von der Okkupation befreit werden, gef\u00fchrt werden. Sie verstehen, dass es eine sehr gro\u00dfe Aufgabe ist. Sie verstehen auch, dass ein endg\u00fcltiger Frieden nicht erreicht wurde. Aber wir denken, dass eine g\u00fcnstige Zeit gekommen ist, sich auf das Erreichen des Friedens vorzubereiten. Wenn der Frieden erreicht wird, muss sofort die R\u00fcckkehr der Menschen in ihre H\u00e4user gew\u00e4hrleistet werden. Es ist die Zeit gekommen, das Leben der Menschen wieder zu normalisieren, diese Arbeit zu sichern. Wie in Aserbaidschan, als auch in Armenien. Wir werden uns w\u00e4hrend dieser Monate auch mit diesen Fragen ernst besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong><em>Heydar Aliyev:<\/em><\/strong> Es ist wirklich ein sehr bedeutender Tag heute. Vor 55 Jahren errangen die gro\u00dfe Koalition &#8211; die Sowjetunion, die Vereinigte Staaten von Amerika, Gro\u00dfbritannien nat\u00fcrlich zusammen mit patriotischen Kr\u00e4ften Europas den endg\u00fcltigen Sieg \u00fcber den deutschen Faschismus. Als ich mich heute mit den Veteranen traf und der umgekommenen B\u00fcrger von Aserbaidschan gedachte, erinnerte ich wieder daran, wie bedeutend gerade der Sieg ist und wie furchtbar dieser Krieg nicht nur im 20. Jahrhundert, vielleicht auch in der Geschichte der Menschheit war. Es ist ein erfreulicher Fall, dass es 55 Jahre her nach dem Ende des zweiten Weltkriegs ist und es danach kein weiterer Weltkrieg begonnen hat. Aber weniger als 20 Jahre sp\u00e4ter nach dem ersten Weltkrieg begann der zweite Weltkrieg in unserem Jahrhundert. Es zeugt davon, dass die menschliche Gesellschaft, die Menschheit mehr zum Frieden neigt, in Richtung des Friedens geht.<\/p>\n<p>Nach dem zweiten Weltkrieg begann der \u201eKalte Krieg\u201c. Dies dauerte auch lange Zeit. Aber der ging auch zu Ende. Die Sowjetunion brach zusammen, der Warschauer Pakt brach zusammen. Unsere L\u00e4nder, sowie Aserbaidschan errangen ihre Unabh\u00e4ngigkeit. All dies ist Ergebnis dieses Friedensprozesses. Wir sch\u00e4tzen all das hoch. Aber gleichzeitig sind lokale Kriege noch nicht beseitigt worden. Wie es uns freut, dass es keinen Weltkrieg mehr gibt, beunruhigt uns gleichzeitig auch das Bestehen lokaler Kriege, Konflikte allzu. Es beunruhigt insbesondere Aserbaidschan, weil unser Land sehr unter dem armenisch-aserbaidschanischen Konflikt gelitten hat. Und deswegen wollen wir in Aserbaidschan Frieden haben, vielleicht mehr als andere L\u00e4nder der Welt, als alle Menschen.<\/p>\n<p>Es ist schon 6 Jahre her &#8211; am 14. Mai wird es sechs Jahre, &#8211; dass wir unter dem Waffenstillstandsregime leben. Dies zeigt, welche friedliebende Politik Aserbaidschan f\u00fchrt und wie es mit dem Frieden verbunden ist.<\/p>\n<p>Sie wissen, dass wir unter Mitwirkung der Minsk-Gruppe, ihrer Kovorsitzenden &#8211; von Vereinigten Staaten von Amerika, Russland und Frankreich viele Schritte unternahmen, um den Frieden zu erreichen. Endlich wissen Sie, dass letztes Jahr zwischen dem Pr\u00e4sidenten von Armenien und dem Pr\u00e4sidenten von Aserbaidschan mehrere direkte Treffen stattfanden. Ich kann heute sagen, dass diese Treffen uns zum Frieden f\u00fchrten. Es ist Ihnen gut bekannt. Aber Aserbaidschan ist wieder nicht daran schuldig, dass dieser Friedensprozess stehen blieb. In Zusammenhang mit den im Oktober letzten Jahres in Armenien geschehenen Ereignissen, die Ihnen bekannt sind, blieb der Friedensprozess stehen. Das habe ich Ihnen mehrmals mitgeteilt, w\u00e4hrend unseres Treffens in Davos, beim Treffen mit dem Pr\u00e4sidenten Bill Clinton in Washington im Februar, mit Frau Olbright, mit anderen Personen, &#8211; Sie waren auch dabei, &#8211; bei allen meinen Treffen mit den \u00fcbrigen Leitern Ihres Staates habe ich die Position von Aserbaidschan berichtet. Und sie besteht darin, dass wir den Friedensprozess fortsetzen wollen.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang bin ich sehr froh, dass Sie beabsichtigen, diesem Prozess einen neuen Impuls zu geben. Ihre Reise nach Armenien und nach Aserbaidschan zeugt davon. Ich bin daf\u00fcr. Wie Sie gesagt haben, zeugen die Treffen der Vertreter der Ko-Vorsitzenden in Genf und danach auch der Kovorsitzenden mit den internationalen Finanzorganisationen nat\u00fcrlich davon dass Sie schon sehr ernste Absichten auf diesem Gebiet haben. Auf Ihre Pl\u00e4ne blicke ich mit gro\u00dfer Hoffnung.<\/p>\n<p>Sie haben gesagt, dass Sie die Reise des Pr\u00e4sident Bill Clinton nach Moskau vorbereiten. Im Rahmen dieser Reise steht auch die Frage zur Regelung des armenisch-aserbaidschanischen Konflikts auf der Tagesordnung. Ich w\u00fcrde w\u00fcnschen, dass diese Frage an erster Stelle der Tagesordnung stehe. Ich bitte Sie, es dem Pr\u00e4sident Bill Clinton weiterzuleiten, dass er sich nochmals an unser Gespr\u00e4ch im Februar erinnert. W\u00e4hrend unseres Gespr\u00e4chs hat er mir nochmals gesagt, dass er alles M\u00f6gliche f\u00fcr die Regelung dieser Frage mit friedlichen Mitteln tun wird. Wir sind bereit, \u00fcber die Ergebnisse Ihrer diesbez\u00fcglichen T\u00e4tigkeit zu erfahren.<\/p>\n<p>Ich zweifle nicht daran, dass Sie mit der Wiederaufnahme Ihrer T\u00e4tigkeit nun solche Vorschl\u00e4ge vorlegen werden, die diese Frage nicht verz\u00f6gern, sondern ihre L\u00f6sung in kurzer Zeit gew\u00e4hrleisten werden.<\/p>\n<p>Wir brachten die Fragen zum Wiederaufbau auch w\u00e4hrend unseres Treffens im Oktober &#8211; es ist Ihr Vorschlag, &#8211; in die Tagesordnung ein, indem wir gesehen haben, dass der Frieden schon m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Treffens mit dem Pr\u00e4sident, Herrn Bill Clinton im November im Istanbul &#8211; Sie nahmen auch an diesem Treffen teil &#8211; standen diese Fragen wieder auf der Tagesordnung. Als ich mich dort auch mit dem Pr\u00e4sident von Frankreich, Jacques Chirac, einem von Ko-Vorsitzenden der Minsk-Gruppe traf, sprach er sehr ernste Meinungen dar\u00fcber aus, sich mit den Wiederaufbauarbeiten zu besch\u00e4ftigen, indem man unbedingt diese Finanzmittel, Europ\u00e4ische Union mobilisiert. Das Ganze macht einen Eindruck dar\u00fcber, dass wir bestimmt in naher Zeit den Frieden werden erreichen k\u00f6nnen. Und deswegen diskutieren wir jetzt \u00fcber die Wiederaufbaufragen. In den vergangenen Jahren standen die Wiederaufbaufragen nie auf der Tagesordnung, weil man jetzt so sagen kann, dass damals die Realit\u00e4t zur Erzielung des Friedens noch nicht nah war. Und jetzt denke ich, sie n\u00e4hert sich. Alles h\u00e4ngt von Ihnen ab. Alles, was von uns abh\u00e4ngt, wie Sie wissen, werden wir tun. Deshalb bin ich \u00fcber diese Informationen von Ihnen sehr froh.<\/p>\n<p><strong><em>Kerry Kavano: <\/em><\/strong>Ich bin mit Ihren Hoffnungen und Ihrer \u00dcberzeugung einverstanden, dasswirheutedem Frieden n\u00e4her gekommen sind. Aber dies hing auch gerade mit Ihrer F\u00fchrung, sehr eng mit Ihrer Geduld zusammen. Die Periode seit Oktober ist f\u00fcr Armenien sehr schwer gewesen. Aber ich glaube und w\u00fcrde sagen, dass meine Reise nach Armenien, nach Eriwan diese Woche es nochmals best\u00e4tigte, dass sich die Lage dort stabilisiert hat. Ich habe in Eriwan auch dieselbe Treue der Regierung zum Frieden geh\u00f6rt und ihre W\u00fcnsche danach gesp\u00fcrt, diesen Prozess voranzutreiben.<\/p>\n<p>Ich will die Gelegenheit nutzen, um ein paar W\u00f6rter \u00fcber Ihre Veteranen zu sagen. Keinesfalls kann ich meine Eindr\u00fccke \u00fcber einen Film, welcher von deutscher Armee gedreht wurde, vergessen. Dieser Film war am Hitlers Geburtstag gedreht worden. In dem Film wird eine Torte gezeigt, die an jenem Tag als Geschenk f\u00fcr Hitler gebracht wurde. Ein f\u00fcr Hitler vorgesehenes St\u00fcck von dieser Torte, die an eine Karte erinnerte, beschrieb gerade Baku. Die deutsche Armee betrachtete Baku als einen &#8220;Brillanten&#8221;, damit Hitler in diesem Krieg gewinnt. Aber es war ihm niemals gelungen, Kaspisches Meer zu sehen. Ihm wurden seine Wege, die sich nach hierher streckten, durch die Tapferkeit, K\u00fchnheit Ihres Volkes beschritten. Wir denken, aus dem Grunde, dass er den &#8220;Brillanten&#8221; nicht beschaffen konnte, verringerte sich gerade die Kriegszeit.<\/p>\n<p>Wir Amerikaner trafen uns mit Deutschen zum ersten Mal in Belgien. Wir konnten in diesem Krieg, in den K\u00e4mpfen siegen, weil sie praktisch kein Benzin mehr hatten. Wir siegten in jenem Krieg deswegen, weil wir einig waren. Sie haben von der Allianz der Vereinigten Staaten von Amerika mit der Sowjetunion, Gro\u00dfbritannien und den anderen L\u00e4ndern gesprochen. Aus dieser Hinsicht existiert jene Allianz heute im gewissen Sinne auch im Rahmen der Minsk-Gruppe. Russland, die USA, die Europ\u00e4ische Union &#8211; alle bem\u00fchen sich darum, gemeinsamen Zielen zu dienen. Mit Gotteshilfe unterscheidet sich jetzt auch die Gefahr von der fr\u00fcheren. Aber der Wert des Friedens ist wie bisher wichtig.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass es uns dank unserer gemeinsamen Bem\u00fchungen wie fr\u00fcher auch dieses Mal die Herstellung des Friedens gelingt. Wir verstehen, dass es lange gedauert hat, den Frieden zu erzielen. Wir sch\u00e4tzen Ihr erneutes Verst\u00e4ndnis darum und Ihre Geduld hoch. Wir verstehen, dass die Verz\u00f6gerung dieser Frage Schwierigkeiten f\u00fcr Ihr Volk ausl\u00f6st.<\/p>\n<p>Sie wissen, dass ich im Dezember letzten Jahres zusammen mit meinen Kollegen aus der Minsk-Gruppe in den Fl\u00fcchtlingslagern war. Wir verstehen die Bed\u00fcrfnisse der Fl\u00fcchtlinge. Unsere Treffen mit diesen Fl\u00fcchtlingen in den Lagern, ihre Bed\u00fcrfnisse mit eigenen Augen zu sehen, haben quasi eine Rolle &#8220;des Brennstoffs&#8221;, &#8220;des Benzins&#8221; f\u00fcr eine aktivere T\u00e4tigkeit von uns gespielt. Anders gesagt, es hat uns in Bezug auf die Erweiterung unserer Energie und Bem\u00fchungen zur Erzielung des Friedens, zur R\u00fcckkehr der Fl\u00fcchtlinge in ihre H\u00e4user verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>Ohne Ihre Hilfe und ohne Hilfe von Armenien k\u00f6nnen wir diesen Prozess nicht vorantreiben. Wir sind jetzt noch mehr begeistert davon, dass die Konfliktsl\u00e4nder zur M\u00f6glichkeit der Erzielung des Friedens treu sind.<\/p>\n<p>Gestatten Sie mir, auch eine Frage, die mit dem Pr\u00e4sident Bill Clinton verbunden ist, anzusprechen. Ich brauche \u00fcberhaupt nicht, Herrn Clinton erneut daran zu erinnern, was er Ihnen w\u00e4hrend des Treffens mit Ihnen im Februar gesagt hat, weil Berg-Karabach-Konflikt und die um diesen Konflikt entstandene Lage regelm\u00e4\u00dfig in seinem Blickpunkt, seinem Ged\u00e4chtnis stehen. Er wollte immer, dass die L\u00f6sung der Konflikte hier, im Kaukasus gew\u00e4hrleistet wird.<\/p>\n<p>Aber ich will Ihnen auch sagen, dass sich Herr Bill Clinton nach den Treffen mit Ihnen und dem Pr\u00e4sident Kotscharjan in Istanbul mit dieser Frage mit besonderer Kraft besch\u00e4ftigt. Und Sie wissen auch, dass er auch bereit ist, alles M\u00f6gliche zu unternehmen, um die L\u00f6sung dieses Konflikts zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Gestatten Sie mir, zum Schluss auch andere Ziele meines Besuchs anzusprechen. Obwohl wir uns heute &#8211; am Tage des Sieges in Ihrem Land befinden, wissen wir aber, dass morgen f\u00fcr Sie ein besonderer Tag, Ihr Geburtstag ist. Wir wollten Ihnen ein besonderes Geschenk mitbringen. Es war schwierig f\u00fcr uns, ein geeignetes Geschenk f\u00fcr Sie auszuw\u00e4hlen. Ihrem gro\u00dfen Beitrag gegen\u00fcber, den Sie dem Friedensprozess geleistet haben, musste das Geschenk, das wir Ihnen mitbringen w\u00fcrden, auch zu gro\u00df sein, aber das Flugzeug ist klein daf\u00fcr. Und dann haben wir gedacht, wenn das Geschenk auch klein ist, sollte es dann eine zu gro\u00dfe Bedeutung und einen zu gro\u00dfen Wert haben. Deswegen habe ich Ihnen ein kleines Geschenk mitgebracht.<\/p>\n<p><strong><em>Heydar Aliyev:<\/em><\/strong> Was ist das?<\/p>\n<p><strong><em>Kerry Kavano: <\/em><\/strong>Dasist ein kleines St\u00fcck der Moschee in Agdam. Wenn auch das klein ist, ist es aber ein St\u00fcck der Erde, die Sie wiederherzustellen beabsichtigen. Wir hoffen, dass es ein Tag kommt, an dem diese gro\u00dfe Moschee vollkommen zur\u00fcckkommt. Und wir werden den Wiederaufbau dieser Moschee unterst\u00fctzen, die Schaffung der Bedingungen dort erreichen, damit die Menschen beten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong><em>Heydar Aliyev<\/em><\/strong><strong>: <\/strong>Danke sehr. Ich bedanke mich bei Ihnen! Ihre Worte haben mich sehr ger\u00fchrt. Ehrlich gesagt, ich k\u00f6nnte mir solch eine Originalit\u00e4t nicht vorstellen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, dass Sie in Agdam im Dezember waren. Wenn Sie ein St\u00fcck von dieser Moschee abgerissen und behalten haben und es mir heute vor meinem Geburtstag geben, so sind Sie wirklich ein Mensch, der von dem ganzen Herzen mit Frieden verbunden ist und der sich innerlich darum bem\u00fcht, dass Aserbaidschan den Frieden erreicht. Wissen Sie, es ist so unerwartet, dass ich sehr beeindruckt bin. Ich bin Ihnen sehr, sehr dankbar. Ich w\u00fcnsche, dass wir mit Ihrer Hilfe in Folge unserer allgemeinen Arbeit nach Agdam fahren, diese Moschee, alle eroberten Gebiete wiederaufbauen.<\/p>\n<p>Ich werde dieses Geschenk behalten. Nach der Befreiung von Agdam von der Eroberung werde ich Sie darum bitten, zusammen mit mir hinzufahren, und ich werde das als ein wertvolles Museumsst\u00fcck der Moschee geben, damit man ihn dort beh\u00e4lt. Dies erweckt bei mir noch mehr Hoffnung darauf, dass wir bald den Frieden erreichen werden.<\/p>\n<p>Sie haben sehr wertvolle Worte \u00fcber unsere Veteranen und den gemeinsamen Sieg, den wir 1945 erzielt hatten, gesagt. Von der Torte, die f\u00fcr Hitler zu seinem Geburtstag gebracht wurde, wissen wir auch, das haben wir in den Filmen gesehen. Tats\u00e4chlich war Baku auf dieser Torte extra aufgezeigt und sie wollten Baku, Aserbaidschan erobern.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines Auftritts heute vor den Veteranen habe ich auch daran erinnert, dass Aserbaidschan damals 70 Prozent des Erd\u00f6ls und der Erd\u00f6lprodukte, welche in der Sowjetunion produziert wurden, gab. Ohne Baku, aserbaidschanisches Erd\u00f6l w\u00e4re es zu schwierig gewesen, den Sieg zu erreichen.<\/p>\n<p>Belgien ist ein kleines Land. Da die Deutschen dort kein Benzin mehr hatten, erzielten Sie den Sieg. Stellen Sie sich vor, h\u00e4tte es in einem gro\u00dfen Territorium wie die Sowjetunion kein Benzin mehr gegeben, dann w\u00e4re es f\u00fcr deutschen Faschismus nicht schwierig gewesen, den Sieg zu erringen. Ja, wir haben damals den Kaukasus, Aserbaidschan, Erd\u00f6l, Kaspisches Meer gesch\u00fctzt.<\/p>\n<p>Nun bem\u00fchen wir uns, den gro\u00dfen Erd\u00f6lreichtum Aserbaidschans zum Wohle des Friedens, der Demokratie, der Unabh\u00e4ngigkeit von Aserbaidschan zusammen mit Ihnen &#8211; den Vereinigten Staaten von Amerika und den Weststaaten zu gewinnen. Auf diesem Gebiet haben wir wesentliche Errungenschaften erzielt.<\/p>\n<p>Unser Hauptziel ist jetzt, den Frieden zu erzielen. Man braucht es nicht zu beweisen, dass sich alles hier nach der Erzielung des Friedens total \u00e4ndern wird. Deswegen bedanke ich mich nochmals bei Ihnen f\u00fcr Ihren jetzigen Besuch, f\u00fcr die von Ihnen uns gegebenen Informationen zur Entwicklung des Friedensprozesses. Ich sage nochmals, dass wir bereit sind, auf diesem Weg mit Ihnen zusammenzuarbeiten und unser Ziel zu erreichen. Aufwiedersehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heydar Aliyev: Geehrter Herr Kavano, geehrter Botschafter, geehrte G\u00e4ste, Ich freue mich, Sie wieder zu treffen. Herzlich willkommen in Aserbaidschan! 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