{"id":14573,"date":"2014-12-05T16:59:49","date_gmt":"2014-12-05T12:59:49","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/?p=14573"},"modified":"2014-12-05T16:59:49","modified_gmt":"2014-12-05T12:59:49","slug":"die-rede-des-prasidenten-der-republik-aserbaidschan-heydar-aliyev-auf-der-internationalen-konferenz-bezuglich-der-fragen-der-gesetzgebung-fur-fluchtlinge-menschenrechte-und-migration-in-baku-14-no","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/die-rede-des-prasidenten-der-republik-aserbaidschan-heydar-aliyev-auf-der-internationalen-konferenz-bezuglich-der-fragen-der-gesetzgebung-fur-fluchtlinge-menschenrechte-und-migration-in-baku-14-no\/","title":{"rendered":"Die Rede des Pr\u00e4sidenten der Republik Aserbaidschan Heydar Aliyev, auf der internationalen Konferenz bez\u00fcglich der Fragen der Gesetzgebung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, Menschenrechte und Migration in Baku &#8211; 14 November 1994"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren!<\/p>\n<p>Sehr geehrte Konferenzteilnehmer!<\/p>\n<p>Hochgeehrte G\u00e4ste!<\/p>\n<p>Ich bewerte die Durchf\u00fchrung solch einer wertvollen Konferenz in der Republik Aserbaidschan als sehr hoch. Die in den drei Tagen von den Konferenzteilnehmern gemachte Arbeit, sowie die durchgef\u00fchrten Besprechungen, halte ich f\u00fcr das Leben der Republik Aserbaidschan als sehr wichtig. Mein Respekt und meine Ehre gelten daher den Teilnehmern und Organisatoren der Konferenz.<!--more--><\/p>\n<p>Die Konferenz wurde dem Thema &#8220;Fragen der Gesetzgebung anl\u00e4sslich der Fl\u00fcchtlinge, Menschenrecht und Migration&#8221; gewidmet. Das ist was die Welt\u00f6ffentlichkeit heute interessiert und was auch sehr wichtig ist, besonders f\u00fcr die Republik Aserbaidschan, unser Volk. Diese Fragen sind bedeutungsvoll f\u00fcr die politisch-gesellschaftlichen Prozesse die heutzutage in der Welt laufen, und auch f\u00fcr das Land Aserbaidschan selber. Aus diesem Grunde gilt mein Dank der Organisation der Vereinten Nationen, ihrem Oberkommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, UNO-Repr\u00e4sentanz in Aserbaidschan, der Repr\u00e4sentanz des Oberkommissariats von UNO f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan und dem Obersten Sowjet der Republik Aserbaidschan, die bei der Durchf\u00fchrung und Organisation dieser Konferenz die Initiative ergriffen haben.<\/p>\n<p>Das Problem der Fl\u00fcchtlinge war immer wichtig in der Geschichte der Menschheit. Aber Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts, nach dem zweiten Weltkrieg, wurde diesem Problem besondere Beachtung geschenkt. Die Annahme des Sonderbeschlusses von UNO in 1961 der die Fl\u00fcchtlinge betrifft, und auch der Beschluss in 1967 bez\u00fcglich des Status der Fl\u00fcchtlinge, gelten als hohes und aufschlussreiches Verh\u00e4ltnis gegen\u00fcber diesem Problem.<\/p>\n<p>Es wurde viel gemacht und auch viel Erfahrung gesammelt in den Regionen mit Fl\u00fcchtlingen und in vielen L\u00e4ndern der Erdkugel nach der Annahme von diesen wichtigen und ber\u00fchmten UNO- Beschl\u00fcssen. Zurzeit besch\u00e4ftigt sich UNO-s Oberkommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge mit diesen Fragen auf der h\u00f6chsten Ebene. Diese Prozesse, Ma\u00dfnahmen sind sehr wichtig f\u00fcr die Gesellschaft, f\u00fcr die Menschen, f\u00fcr Jedermann und auch f\u00fcr den Menschenrechteschutz.<\/p>\n<p>Das aserbaidschanische Volk, die unabh\u00e4ngige Republik Aserbaidschan als Teil der Weltgemeinschaft, sch\u00e4tzt die T\u00e4tigkeit des Oberkommissariates der UNO Organisation f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge seit seiner Gr\u00fcndung bis zur heutigen Zeit. Heute will ich nochmals unsere Einstellung diesbez\u00fcglich zum Ausdruck bringen. Wir hoffen, dass die UNO Organisation und ihr Oberkommissariat f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge noch mehr Arbeit in dieser Richtung macht. Denn das Problem der Fl\u00fcchtlinge auf der ganzen Welt hat sich in der letzten Zeit versch\u00e4rft, die Zahl der Fl\u00fcchtlinge ist gestiegen. Das Problem der Fl\u00fcchtlinge f\u00fchrte in vielen Weltregionen zum gro\u00dfen Ungl\u00fcck, Volkstrag\u00f6dien, Menschen -und L\u00e4ndernot. Deshalb gilt dieses Problem als ein der f\u00fchrenden, allgemeinmenschlichen Weltproblemen.<\/p>\n<p>In der letzten Zeit seiner Geschichte ist auch das aserbaidschanisches Volk, die unabh\u00e4ngige Republik Aserbaidschan mit diesem Problem konfrontiert worden. Es ist zur Hauptursache f\u00fcr die Schwierigkeiten und Spannungen in der Republik Aserbaidschan geworden. Da uns nun diese Probleme ebenfalls betreffen, ist die Haltung diesbez\u00fcglich von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr uns. Wir zeigen diesem Problem gegen\u00fcber ein besonderes Interesse und seine L\u00f6sung ist sehr wichtig f\u00fcr die Gegenwart und die Zukunft Aserbaidschans.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund ist die Durchf\u00fchrung solch einer bedeutungsvollen Konferenz in Aserbaidschan in Bezug auf heutige Situation in unserer Republik einerseits eine Notwendigkeit, andererseits zeugt es davon, wie weit die internationalen Organisationen und UNO die entstehende Situation mit Fl\u00fcchtlingen in unserer Republik anerkennen. Die Durchf\u00fchrung einer solchen Konferenz in Aserbaidschan zeugt von gro\u00dfer Sorgfalt, die UNO uns erwiesen hat. Ich m\u00f6chte nochmals die Dankbarkeit und Anerkennung f\u00fcr diese Sorge, Beachtung und Einstellung aussprechen. Ich bin sicher, dass diese vertrauensw\u00fcrdige Konferenz f\u00fcr die L\u00f6sung des Problems der Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan effiziente Ergebnisse erzielen und dazu beitragen wird, dass unser Land aus dieser schwierigen Situation wieder herauskommt.<\/p>\n<p>Sie, die Konferenzteilnehmer, analysierten an diesen Tagen sowohl nach dem Ma\u00dfstab der Republik als auch nach dem internationalen Ma\u00dfstab die Rechtsaspekte, die humanit\u00e4re Seite, die Statusfragen von Fl\u00fcchtlingen und Aussiedlern, die Fragen der Gesetzgebung im Zusammenhang mit den oben erw\u00e4hnten Punkten. Soweit ich wei\u00df, haben Sie besonders gro\u00dfe Aufmerksamkeit der humanit\u00e4ren Hilfe f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge gewidmet. Sie haben die Probleme der Menschenrechte im Rahmen der Fl\u00fcchtlingsprobleme besprochen. Ohne Zweifel ist das alles sehr wichtig.<\/p>\n<p>Wir halten es f\u00fcr einen neuen gro\u00dfen Schritt auf dem Weg zu unseren k\u00fcnftigen Angelegenheiten und hoffen, dass in diesem Bereich nach solcher bedeutsamen, wissenschaftlichen, theoretischen und gleichzeitig praktischen Analyse und Besprechung, gro\u00dfe \u00c4nderungen geschehen werden. Denn, die am Beispiel Aserbaidschan gezogenen Konsequenzen werden die UNO, ihr Oberkommissariat, andere internationale Organisationen und internationale Rechtsbeh\u00f6rden neue Beschl\u00fcsse in dieser Angelegenheit fassen lassen. Wir denken, dass dies sehr wichtig ist. Doch das wichtigste f\u00fcr uns ist, dass nach dieser Konferenz beim Problem mit den Fl\u00fcchtlingen \u00c4nderungen zum Vorschein kommen und positiven Ergebnisse erzielt werden.<\/p>\n<p>Im Laufe der letzten Jahren, des Jahrzehntes ist die Zahl der Fl\u00fcchtlinge und Aussiedler zweifellos gestiegen. Dies passiert als Folge des Konfliktes zwischen den Staaten und Regionen, die mit nationalen und ethischen Problemen verbunden sind. Gleichzeitig passiert das infolge der Ergreifung eines Staates, einer Macht \u00fcber die Rechte des anderen Staates, Nation, Eroberung derer L\u00e4nder und die Anwendung der Gewalt \u00fcber diesen Staat. Das aserbaidschanische Volk, dem viel Leiden in der letzten Zeit zuteil geworden sind, begreift zutiefst die Last des Problems der Fl\u00fcchtlinge f\u00fcr die Menschheit. Unser Volk begreift die schwierige Lage der Fl\u00fcchtlinge und Aussiedler in allen Friedensecken. Ihr Leiden ist auch unser Leiden. In jeder Weltregion hat die Situation mit Fl\u00fcchtlingen und Aussiedlern eigene Besonderheiten. Dazu geh\u00f6ren verschiedene Gr\u00fcnde, unterschiedene Situationen, in die sie geraten sind. Wir meinen, dass die Situation mit den Fl\u00fcchtlingen und Aussiedlern in der Republik Aserbaidschan die schwierigste, verwickeltste und unertr\u00e4glichste ist. Denn die Gr\u00fcnde zum Aufkommen der Fl\u00fcchtlinge in unserem Land unterscheiden sich von denen in anderen Regionen. Das alles schafft f\u00fcr Aserbaidschan &#8211; einen kleinen Staat &#8211; sehr schwierige Probleme.<\/p>\n<p>Sie, die Konferenzteilnehmer, haben von den Problemen der Fl\u00fcchtlinge und Aussiedler, der Menschenrechte und von der Teilung dieser Fragen in Gruppen gesprochen. Es handelte sich dabei um einen separaten Status f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge und Aussiedler, was selbstverst\u00e4ndlich ist.<\/p>\n<p>In unserer Republik gibt es auch die Fl\u00fcchtlinge und Aussiedler und ihre Rechte sind zweifellos verletzt. Wenn wir die Rechtsfragen, bzw. Statusfragen beiseitelegen, sind sie alle f\u00fcr uns moralisch, politisch betrachtet Fl\u00fcchtlinge. Wir denken, dass die Menschen die in unserer Republik als Fl\u00fcchtlinge leben, sollen auch als Fl\u00fcchtlinge behandelt werden. Die Teilnehmer der Konferenz und insbesondere das UNO- Oberkommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge kennen die weltweite Statistik viel besser, aber auch wir haben diese Probleme analysiert, bestimmte Vergleiche gemacht. Wir haben jeden Grund zu sagen, dass unser kleines Land mit der Bev\u00f6lkerung von 7 Million Menschen mehr als eine Million Fl\u00fcchtlinge hat. Dies ist ein schrecklicher Umstand. Kaum eine andere Region der Welt ist mit solcher Zahl von Fl\u00fcchtlingen betroffen.<\/p>\n<p>Es ist bekannt, dass die gro\u00dfe Zahl der Fl\u00fcchtlinge in unserer Republik zuerst ein Ergebnis der politischen, dann der milit\u00e4rischen Operationen ist, die von Armenien und den armenisch nationalistischen Kreisen begonnen waren um Aserbaidschan zu besetzen. Das alles begann im 1988. In jenem Jahr wurden alle Aserbaidschaner, die in Armenien lebten unter dem Druck und Verfolgung, als Folge der Gewalt, schwerer Provokation und anderen k\u00f6rperlichen Aktivit\u00e4ten gewaltsam von dort vertrieben. Sie waren gezwungen, nach Aserbaidschan zu ziehen. Dann wurde nach Aserbaidschan ein Teil von Ahiska T\u00fcrken aus anderen Regionen \u00fcbersiedelt. In der schweren Situation hat Aserbaidschan nicht nur die Fl\u00fcchtlinge aus Armenien, sondern auch aus anderen Regionen und L\u00e4ndern aufgenommen. Als Folge des Krieges und der milit\u00e4rischen Aggression gegen\u00fcber Aserbaidschan wurden die B\u00fcrger unseres Landes gezwungen, ihre H\u00e4user zu verlassen und zu Fl\u00fcchtlingen zu werden.<\/p>\n<p>Wie ich schon erw\u00e4hnt habe, gibt es in Aserbaidschan \u00fcber 1 Million Fl\u00fcchtlinge. Das ist die Trag\u00f6die jeder Familie, die in die Lage der Fl\u00fcchtlinge geraten ist. Das ist die Trag\u00f6die jedes B\u00fcrgers, der als Fl\u00fcchtling lebt. Das ist die Trag\u00f6die des aserbaidschanischen Volkes, der aserbaidschanischen Republik. Es ist zweifellos, dass die Weltgemeinschaft und die internationalen Organisationen dieser Situation, dieser tragischen Lage unseres Landes mehr Aufmerksamkeit schenken m\u00fcssen. Sie sollten uns mehr behilflich sein. Ich bewerte sehr hoch die T\u00e4tigkeit von UNO, ihrem Oberkommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, allen internationalen Organisationen die sich auf Fl\u00fcchtlinge beziehen, die mit der Aggression Armeniens Aserbaidschan gegen\u00fcber, Okkupation von unseren L\u00e4ndern zu tun haben. Angesichts der Teilnehmer der Konferenz und der Weltgemeinschaft spreche ich meinen gro\u00dfen Dank allen diesen Organisationen im Namen des aserbaidschanischen Volkes und der aserbaidschanischen Republik, sowie auch meinen pers\u00f6nlichen Dank aus. Zur gleichen Zeit, im Namen der Wahrheit, m\u00f6chte ich f\u00fcr eine engere Beziehung aller internationalen Organisationen, der Weltgemeinschaft zur Situation der Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan folgendes gestehen, dass leider nicht alle Schichten der \u00d6ffentlichkeit die Situation der Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan kennen. Vielleicht war es wegen unserer schwachen Aktivit\u00e4t bei diesem Problem oder die internationalen Organisationen kannten die Situation mit Fl\u00fcchtlingen in der Republik Aserbaidschan nicht. Sie waren \u00fcber unsere Trag\u00f6die nicht informiert oder haben sich diese tragische Lage in Aserbaidschan nicht zu Herzen genommen. Wir sehen es in der Presse, empfinden es w\u00e4hrend der Sitzungen und Gespr\u00e4chen in verschiedenen L\u00e4ndern. Neben der positiven Seite der durchgef\u00fchrten Arbeit, muss ich dennoch sagen, dass die geb\u00fchrende Aufmerksamkeit zum Problem der Fl\u00fcchtlinge fehlt, was unser gemeinsamer Fehler ist.<\/p>\n<p>Ich denke, dass diese Konferenz die zum ersten Mal in unserem Land stattfindet, sehr kompetent ist. Sie ist stark vertreten, ist vertrauensw\u00fcrdig und soll zum Wendepunkt im Hinblick auf die Beziehungen, das objektive Wissen der ganzen Weltgemeinschaft \u00fcber die Situation der Fl\u00fcchtlinge in unserem Land f\u00fchren. Aus dieser Sicht erwarten wir vieles von der T\u00e4tigkeit dieser Konferenz, von den an der Konferenz teilnehmenden Vertretern aus dem Ausland und internationalen Organisationen. Wir setzen auf sie gro\u00dfe Hoffnungen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass die Situation in Aserbaidschan an der Konferenz ausf\u00fchrlich analysiert wurde. Es wurden die Tatsache der Okkupation durch Armenien von 20% unseres Landes, das Vertreiben der Bev\u00f6lkerung von dort und die Lage der heute lebenden Fl\u00fcchtlinge analysiert. Es ist allen hier die Tatsache \u00fcber die Verw\u00fcstung der okkupierten L\u00e4nder bekannt gemacht worden und sie haben diese Angelegenheit auch besprochen. Sie, die Teilnehmer der Konferenz sind bestimmt informiert \u00fcber den moralischen und sachlichen Schaden, den man Aserbaidschan, unserer Geschichte, der Geistigkeit, unserer Vergangenheit zugef\u00fcgt hat. Ich sehe daher keine Notwendigkeit, auf die Zahlen oder einzelne Fakten einzugehen.<\/p>\n<p>Es wurden nach 1988 mehr als 200.000 Aserbaidschaner aus Armenien, mehr als 50.000 Ahiska T\u00fcrken, Aserbaidschaner, die aus ihren H\u00e4usern in Berg-Karabach und schlie\u00dflich die Aserbaidschaner, die 7 Regionen um Berg-Karabach vertrieben. Zusammen bilden sie alle eine Millionenarmee von Fl\u00fcchtlingen. Ihr Leben unter harten Bedingungen in anderen Regionen Aserbaidschans zeugt einerseits von dem Schwierigkeitsgrad der Situation in der sich unser Land befindet und andererseits davon, wie geduldig und standhaft das aserbaidschanische Volk ist, wie Menschen, die zu Fl\u00fcchtlingen unersch\u00fctterlich und menschlich sind. Es ist nicht schwer vorzustellen, welche Schwierigkeiten f\u00fcr die Republik Aserbaidschan, ihre Regierung und ihre B\u00fcrger diese Millionenarmee von Fl\u00fcchtlingen bereitet. F\u00fcr das Land, das sich im Kriegszustand, in der sozial\u00f6konomischen Krise in den letzten Jahren befindet, k\u00f6nnte man sagen, in einer Eisenbahnblockade, deren Entwicklung oder Bau aus irgendeinem Grund vollst\u00e4ndig eingeschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n<p>Doch die Geschichte hat bewiesen, dass das Aserbaidschanische Volk ein sehr geduldiges Volk ist. Ein Land, dass sehr schwierige Perioden bestanden und den gr\u00f6\u00dften Erfolg erreicht hat &#8211; nationale Freiheit, ihre Unabh\u00e4ngigkeit. Unser Volk wird auch diese Schwierigkeiten bew\u00e4ltigen, mit ihnen fertig werden.<\/p>\n<p>Heute m\u00f6chte ich vor den Teilnehmern der Konferenz meinen Respekt und Achtung allen Fl\u00fcchtlingen der aserbaidschanischen Republik erweisen. Den Fl\u00fcchtlingen, die in so einer schweren Situation leben und leiden, zelten m\u00fcssen, sogar keine Nahrungsmittel kaufen k\u00f6nnen, die aber mit Treuegef\u00fchl dem Volk, der Republik, und dem Land gegen\u00fcber das alles dulden. Im Namen der Konferenzteilnehmer gr\u00fc\u00dfe ich aus diesem Auditorium alle Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan und m\u00f6chte ihnen versichern, dass der aserbaidschanische Staat alles macht, um ihre Lage zu verbessern. Ein Jahrhundert der schwarzen Tagen ist kurz. Sie kehren in ihre Heimat zur\u00fcck, und die qualvollen schwarzen Tage werden vorbei sein.<\/p>\n<p>Alle Belastungen von mehr als einer Million Fl\u00fcchtlingen lagen auf der Republik Aserbaidschan, dem aserbaidschanischen Staat. Das ist selbstverst\u00e4ndlich, denn es ist unsere Aufgabe &#8211; in erster Linie die Aufgabe der Beh\u00f6rden der Republik Aserbaidschan &#8211; und die eines jeden B\u00fcrgers, die Sorge f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge und deren Probleml\u00f6sung f\u00fcr die heiligste Verpflichtungen zu halten. Ich denke, dass wir von Tag zu Tag immer mehr begreifen, wie wichtig es ist f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge zu sorgen, sie zu beachten, und ich hoffe, dass diese Frage auch weiterhin im Mittelpunkt unserer Aufmerksamkeit bleibt. Gleichzeitig m\u00f6chte ich vor den Teilnehmern der Konferenz und vor allen unseren G\u00e4sten aus dem Ausland sagen, dass die humanit\u00e4re Hilfe, die wir aus vielen L\u00e4ndern und internationalen Organisationen f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge bekommen um ihnen bestimmte minimale Lebensbedingungen zu schaffen, f\u00fcr uns eine gro\u00dfe Hilfe ist.<\/p>\n<p>Ich bin sicher, dass die Arbeit dieser Konferenz, die Erkl\u00e4rungen, die von den Konferenzteilnehmern abgegeben wurden, dazu beitragen, dass die Weltgemeinschaft, internationale Organisationen \u00fcber die Lage der aserbaidschanischen Fl\u00fcchtlinge informiert werden. Aus dieser Einstellung heraus steigt der Umfang der Hilfe f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge. Die Fl\u00fcchtlinge leben mit dieser Hoffnung. Ich w\u00fcnsche, dass diese Hoffnung realisiert wird, damit die aserbaidschanischen Fl\u00fcchtlinge noch mehr Hilfe erhalten. Ich denke, dass die Konferenz gezeigt hat, dass im Vergleich zu der Anzahl der Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan, der Umfang der humanit\u00e4ren Hilfe aus dem Ausland unzureichend ist und hoffe, dass diese Tatsache ber\u00fccksichtigt und in Betracht gezogen wird. Der Umfang der humanit\u00e4ren Hilfe f\u00fcr aserbaidschanische Fl\u00fcchtlinge steigt noch mehr und ihre Qualit\u00e4t verbessert sich.<\/p>\n<p>Zur gleichen Zeit sind wir davon \u00fcberzeugt, dass es in Aserbaidschan nicht immer Fl\u00fcchtlinge geben wird, sondern, dass dieses Problem gel\u00f6st wird. Die von Armenien, von den armenischen Streitkr\u00e4ften okkupierten L\u00e4nder Aserbaidschans, werden in erster Linie befreit und die Fl\u00fcchtlinge k\u00f6nnen in ihre Heimat zur\u00fcckkehren. Die Fl\u00fcchtlinge, die aus der Republik Armenien vertrieben wurden, sollten wenn es die Gerechtigkeit gibt und die internationalen Organisationen dieses Problem rechtlich l\u00f6sen, auch zur\u00fcckkehren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Es sind schon 50 Jahre, das Ahiska T\u00fcrken als Fl\u00fcchtlinge leben. Ungeachtet dessen, dass seitdem viele Jahre vergangen sind, eine Generation folgt der anderen, wollen sie immer noch heimkehren. Wir sind daf\u00fcr, ihre Tr\u00e4ume Wirklichkeit werden zu lassen. Zur gleichen Zeit sind wir bereit, dass sie bis dahin in unserem Land bleiben.<\/p>\n<p>Kein Zweifel, dass die zuk\u00fcnftig in der Welt laufenden Prozesse, historisch und politisch-gesellschaftlich, den bestehenden Fakten des XX Jahrhunderts wie Grenzverletzung eines Landes, gewaltsame Menschenvertreibung aus ihren Heimatl\u00e4ndern vorbeugen. Das Leben wird alles auf ihren Platz anordnen. Die Aserbaidschaner werden wieder in ihren L\u00e4ndern leben, wo sie viele Jahrhunderte gelebt haben. Sie gehen in ihre Heimat zur\u00fcck. Das aserbaidschanische Volk lebt mit der Hoffnung und wenn es unsere Generation nicht erlebt, erleben es die zuk\u00fcnftigen Generationen.<\/p>\n<p>Heute haben wir die Aufgabe, die im 1988 von armenischen Streitkr\u00e4ften okkupierten aserbaidschanischen L\u00e4nder zu befreien, das Verbot des Grenz\u00fcbertrittes auf der Grundlage von internationalen Rechtsnormen und die territoriale Integrit\u00e4t Aserbaidschans zu sichern. Die L\u00f6sung dieser Probleme ist f\u00fcr uns, die Republik Aserbaidschan, eine erstrangige Aufgabe und wir besch\u00e4ftigen uns mit diesen Fragen mit voller Entschlossenheit.<\/p>\n<p>Sie wissen, dass im Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, der bereits mehr als 6 Jahre dauert, seit 6 Monaten der Waffenstillstand herrscht. Im Laufe dieser Periode haben wir vieles erreicht, viele Veranstaltungen durchgef\u00fchrt, die Verhandlungen aufgenommen um die Republik aus dem Kriegszustand hinauszuf\u00fchren, um den Krieg zum Ende zu bringen, den Konflikt friedlich zu l\u00f6sen. Der Prozess der Verhandlungen und der Initiativen werden fortgesetzt und wir werden uns damit heute, morgen und auch in der Zukunft besch\u00e4ftigen. Wir streben danach, dass dieses Problem im Rahmen der territorialen Integrit\u00e4t gel\u00f6st wird. Um dies zu erzielen sollten sich die armenischen Streitkr\u00e4fte aus den besetzten Regionen Aserbaidschans zur\u00fcckziehen und von dort vertriebene B\u00fcrger heimkehren. Unter den besetzten L\u00e4ndern meinen wir die Regionen um den Berg-Karabach, einschlie\u00dflich Schuscha und Lachin.<\/p>\n<p>Ohne Zweifel, dass die Rechte der Armenier im Berg-Karabach auch gesch\u00fctzt werden sollen. Der Status von Berg-Karabach soll besprochen werden. Aber das alles soll im Rahmen einer wichtigen Bedingung gel\u00f6st werden, unter der Bedingung der internationalen Integrit\u00e4t, der Unverletzlichkeit der Grenzen der Republik Aserbaidschan und der R\u00fcckkehr der Fl\u00fcchtlinge unseres Landes in ihre Heimat. Wir streben nach der L\u00f6sung dieses Problems in Bezug auf das Leben, das Schicksal, die Gegenwart und die Zukunft mehr als einer Million Menschen, die Fl\u00fcchtlinge geworden sind.<\/p>\n<p>Die Konferenz ist dem Problem der Menschenrechte gewidmet. Die Menschenrechte sind heute einer der wichtigsten Grunds\u00e4tze f\u00fcr die Feststellung der demokratischen Prozesse weltweit. Die Aserbaidschanische Republik baut ihr Leben auf der Grundlage der demokratischen Prinzipien und strebt immer danach, das Prinzip der Menschenrechte zu beachten. Sollte auf dieser Konferenz einer Person das Wort entzogen oder bestimmte Einschr\u00e4nkungen auferlegt werden, so w\u00fcrde das bedeutet es, dass seine Rechte verletzt sind. Aus anderer Sicht, sind jedoch \u00fcber eine Million von Aserbaidschaner ist aus ihren Regionen, ihren H\u00e4usern vertrieben worden. Sie mussten ihr Eigentum, die Gr\u00e4ber ihrer Vorfahren, ihre Heimat wo sie seit Jahrhunderten gelebt haben, verlassen. Ist das nicht eine Verletzung der Menschenrechte in gro\u00dfem Ma\u00dfstab, in einer entsetzlichen Form?<\/p>\n<p>Wir waren Zeuge und Beobachteter, wie die Menschenrechte einer einzelnen Person in einem Land von den Politikern, dem Parlament oder den internationalen Organisationen eines anderen Landes missbilligt wurden. Deshalb sind bestimmte Ma\u00dfnahmen zum Schutz der Menschenrechte getroffen worden. Das ist wirklich eine Verteidigung der Demokratie, der Hauptbestimmungen der Helsinki &#8211; Akten \u00fcber den Menschenrechteschutz. Warum schl\u00e4gt man kein Alarmsignal, macht man kein L\u00e4rm wegen der Rechtsverletzung von einer Million Aserbaidschanern? Warum wird dieses Problem im Parlament nicht diskutiert? Warum wird keine Entscheidung in dieser Angelegenheit von den internationalen Organisationen getroffen? Es ist unm\u00f6glich, dies zu verstehen.<\/p>\n<p>Bei dieser Gelegenheit appelliere ich an die internationale Gemeinschaft, an alle internationale Organisationen, ans Parlament und an die entwickelten demokratischen Staaten, an bekannte politisch-gesellschaftliche Pers\u00f6nlichkeiten, die eine hingebungsvolle T\u00e4tigkeit f\u00fcr die demokratische Ordnung weltweit f\u00fchren, an die ganze Menschheit auf der Welt und berichte \u00fcber die Verletzung von Menschenrechten an mehr als einer Million Menschen in Aserbaidschan. Ich lade sie alle ein, diese Rechte wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Ich hoffe, dass das Oberkommissariat f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge von UNO, welches diese Konferenz veranstaltet hat, die Vertreter von UNO und der internationalen Organisationen auf meine Worte R\u00fccksicht nehmen. Eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Konferenz ist die Tatsache, dass die Welt \u00fcber die Verletzung der Menschenrechte von einer Million Aserbaidschaner erfahren hat und ich lade zur Wiederherstellung dieser Menschenrechte ein. Ich hoffe darauf, dass die Konferenz ihre Mission erf\u00fchlt.<\/p>\n<p>Die Konferenz geht zu Ende. Auf Grund des Erfolges der Konferenz und mit gro\u00dfen Hoffnungen auf Ihre Ergebnisse, gratuliere ich Ihnen zum Abschluss dieser Veranstaltung und dr\u00fccke nochmals meinen Respekt allen internationalen Organisationen, der Organisation der Vereinten Nationen und allen Organisatoren der Konferenz aus. Ich m\u00f6chte auch nochmals meinen Respekt und Achtung mehr als einer Million Fl\u00fcchtlinge der Republik Aserbaidschan ausdr\u00fccken. Ich umarme sie alle, spreche meinen Dank f\u00fcr ihre Geduld, Standhaftigkeit, Patriotismus, Loyalit\u00e4t und Treue aus. Ich versichere ihnen, dass sie aus dieser schwierigen Situation herauskommen und alle B\u00fcrger der unabh\u00e4ngigen Republik Aserbaidschan werden wieder Herren ihres Schicksals, ihrer Rechte. Danke.<\/p>\n<p><strong><em>Der Text wurde aus dem Aserbaidschanischen ins Deutsche, auf der Grundlage der Herausgabe\u00a0&#8220;Heydar Aliyev: Unsere Unabh\u00e4ngigkeit ist ewig&#8221;\u00a0(Auftreten, Rede, Statements, Interview, Briefe, Appell, Verordnungen) &#8211; Aserneschr. Baku- 1998, 2 Band. S. 502-510, \u00fcbersetzt.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren! Sehr geehrte Konferenzteilnehmer! Hochgeehrte G\u00e4ste! Ich bewerte die Durchf\u00fchrung solch einer wertvollen Konferenz in der Republik Aserbaidschan als sehr hoch. Die in den drei Tagen von den Konferenzteilnehmern gemachte Arbeit, sowie die durchgef\u00fchrten Besprechungen, halte ich f\u00fcr das Leben der Republik Aserbaidschan als sehr wichtig. Mein Respekt und meine Ehre &hellip; <a href=\"https:\/\/1905.az\/de\/die-rede-des-prasidenten-der-republik-aserbaidschan-heydar-aliyev-auf-der-internationalen-konferenz-bezuglich-der-fragen-der-gesetzgebung-fur-fluchtlinge-menschenrechte-und-migration-in-baku-14-no\/\" class=\"more-link\">Continue reading <span class=\"screen-reader-text\">Die Rede des Pr\u00e4sidenten der Republik Aserbaidschan Heydar Aliyev, auf der internationalen Konferenz bez\u00fcglich der Fragen der Gesetzgebung f\u00fcr Fl\u00fcchtlinge, Menschenrechte und Migration in Baku &#8211; 14 November 1994<\/span> <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[556,560],"tags":[],"class_list":["post-14573","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-agression-of-armenia-against-azerbaijan-7","category-nota-bene-agression-of-armenia-against-azerbaijan-7"],"fimg_url":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=14573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/14573\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=14573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=14573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=14573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}