{"id":15700,"date":"2024-01-06T12:43:00","date_gmt":"2024-01-06T08:43:00","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/?p=15700"},"modified":"2024-01-07T09:44:46","modified_gmt":"2024-01-07T05:44:46","slug":"baustil-von-vielen-kirchen-in-karabach-und-auf-dem-territorium-des-heutigen-armenien-ist-eine-art-von-albanischen-tempeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/baustil-von-vielen-kirchen-in-karabach-und-auf-dem-territorium-des-heutigen-armenien-ist-eine-art-von-albanischen-tempeln\/","title":{"rendered":"Baustil von vielen Kirchen in Karabach und auf dem Territorium des heutigen Armenien ist eine Art von albanischen Tempeln"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/cathedral-gandzasar.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-14889\" src=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/cathedral-gandzasar.jpg\" alt=\"cathedral-gandzasar\" width=\"500\" height=\"333\" srcset=\"https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/cathedral-gandzasar.jpg 500w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/cathedral-gandzasar-300x199.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die armenische Kirche wurde im f\u00fcnfzehnten Jahrhundert von Kilikien zum Etschmiadsin gebracht. Im XIX. Jahrhundert hatte das zaristische Russland die Absicht, im Kaukasus eine Enklave christlicher Staaten zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das georgische Reich existierte zu jener Zeit noch. Die zaristische Regierung wollte den albanischen Staat innerhalb der Grenzen Aserbaidschans gr\u00fcnden. Der dritte christliche Staat sollte Armenien werden, das nie im Transkaukasien seinen eigenen Staat gehabt hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gerade seit dem Zeitpunkt begann der Prozess einer aktiven Umsiedlung der Armenier aus dem Iran und der T\u00fcrkei in die uralten Gebiete von Albanien,&nbsp; insbesondere in den Regionen Karabach und Zangezur. Jedoch ver\u00e4nderte der historische Vertrag Turkmentschai von 1828 die Absichten des zaristischen Russland. Russland hatte noch bessere Chancen und Gelegenheit, auf aserbaidschanischen Gebieten einen noch st\u00e4rkeren armenischen Staat zu gr\u00fcnden. So entstand die Idee eines \u201eGro\u00df-Armeniens\u201c, das zum Nachfolger&nbsp; des kaukasischen Albania sowie zu einem Pufferstaat zwischen dem Russischen Reich und der muslimischen Welt werden sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einer der zentralen Schwerpunkte dieses heimt\u00fcckischen Plans war die Abschaffung der autokephalen Kirche von Albania und die \u00dcbergabe von ihrem ganzen Hab und Gut, einschlie\u00dflich &nbsp;der Archive und Dokumentationen an die Kirche Etschmiadsin. Dies geschah im Jahre 1836 auf Verordnung von Nikolaus I<strong>. <\/strong>Als Ergebnis wurden alle Kirchen von Karabach als armenisch bezeichnet und die gesamte christliche Bev\u00f6lkerung der Region wurde in die Liste als Armenier eingetragen. Nachdem der gr\u00f6\u00dfte Teil der Bev\u00f6lkerung von kaukasischem Albania sich&nbsp; zum Islam bekannt hatten und der Prozess einer endg\u00fcltigen Herausbildung der t\u00fcrksprachigen aserbaidschanischen Ethnie zu Ende gegangen war, setzten unter Stammbev\u00f6lkerung Aserbaidschans nur ethnische Minderheiten fort, sich weiter zum&nbsp; Christentum zu bekennen. Einen besonderen Platz unter ihnen nehmen Udinen ein, die kulturellen und spirituellen Beziehungen zum alten kaukasischen Albania erhalten konnten. Aber mit Unterst\u00fctzung der zaristischen Regierung begann man auch die Uden zur Kirche Etschmiadsin zu z\u00e4hlen und in die Liste als armenische Nationalit\u00e4ten aufzunehmen. Im Jahre 1853 wurde den Udinen verboten, ihre Kirche zu besuchen. Au\u00dferdem wurde noch ein Erlass verabschiedet, in der N\u00e4he von ihrem Wohnort eine armenische Kirche zu bauen. Als Folge dieser heimt\u00fcckischen Politik blieb in der Karabach Region zum Beginn des XX. Jahrhunderts kein udinisches Dorf mehr, jedoch waren dort in der Mitte des XIX. Jahrhunderts viele udinische D\u00f6rfer vorhanden,&nbsp;Die Udinen, die einer gewaltsamen \u201cArmeniesierung\u201d widerstanden, h\u00f6rten auf, weder ihre Kirchen und noch armenische Kirche zu besuchen. Viele von ihnen sahen sich veranla\u00dft, nach Georgien zu gehen, um ihre Kinder zu taufen und nach der Gr\u00fcndung der Kathedrale der russisch-orthodoxen Kirche in Aserbaidschan begannen sie, Ganja und Baku zu besuchen. Als Ergebnis bekennen sich heute die meisten Udinen noch zum orthodoxen Christentum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach der Volksz\u00e4hlung von 1989 z\u00e4hlte die ehemalige Sowjetunion insgesamt achttausend Udinen. Sie lebten haupts\u00e4chlich in den&nbsp; aserbaidschanischen Provinzen Gabala und Oguz. Nur einem kleinen Teil dieser einst zahlreichen Volkes war es gelungen, ihre nationale und religi\u00f6se Identit\u00e4t zu bewahren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Trotz der Tatsache, dass die Sitten und Br\u00e4uche von Udinen eine heidnische Vorstellung von Christentum macht, sogar eine synkretistische Einheit mit Islam darstellt, ist es f\u00fcr Experten nicht schwer, eine klare Beziehung von diesen Traditionen zu Albania festzustellen. Der Baustil von vielen Kirchen in Karabach und auf dem Territorium des heutigen Armenien ist eine Art von albanischen Tempeln und Kirchen. Unter den religi\u00f6sen Sehensw\u00fcrdigkeiten der udinischen ethnischen Gruppe zeichnet sich besonders Kloster Lekit aus, von dem heute nur Au\u00dfenwand und einige Bauwerke, einschlie\u00dflich unterirdische Lager erhalten sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu albanischer Kirche geh\u00f6ren auch folgende Tempel &#8211; Mamrukh (Region Zagatala \u2013 IV. Jh.); St. Yelisey (VI.-XIII. Jh.), Khatravak (XIII. Jh.), B\u00f6y\u00fck Aran-Gro\u00dfes Tiefland (VI.-XIII. Jh.), Ganjabasar (Bezirk Aghdara \u2013 XIII. Jh.) Yeddi Kilisa-Sieben Kirchen (Region Gakh \u2013 V.-VIII. Jh.). Amaras (Region Khojavend \u2013 IX.-XIII.Jh.), Khotavank, (Rayon Kalbajar- XIII. Jh.), H\u00fctebenk (Bezirk Hadrut, XIII.Jh), Tatev (Zangezur Region \u2013 IX.-XI. Jh.) Haghartsin (Ijevan Region, IX.-XIII.Jh.), Hamschivank (Gedebey Region, XIII.Jh), Goschavank (XI.-XIII. Jh., Ijevan Bezirk.) Kechariy (Ijevan Region &#8211; XI-XIII Jh.).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zeitung &#8220;\u041f\u0440\u0430\u0432\u043e \u0432\u044b\u0431\u043e\u0440\u0430&#8221;, \u2116 4 (5), 2004<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die armenische Kirche wurde im f\u00fcnfzehnten Jahrhundert von Kilikien zum Etschmiadsin gebracht. Im XIX. 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