{"id":17573,"date":"2015-01-30T11:56:25","date_gmt":"2015-01-30T07:56:25","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/?p=17573"},"modified":"2017-11-29T16:50:43","modified_gmt":"2017-11-29T12:50:43","slug":"ilyas-babayev-wahrend-des-bestehens-kaukasischen-albaniens-lebte-in-karabach-im-allgemeinen-kein-einziger-armenier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/ilyas-babayev-wahrend-des-bestehens-kaukasischen-albaniens-lebte-in-karabach-im-allgemeinen-kein-einziger-armenier\/","title":{"rendered":"Ilyas Babayev: \u201eW\u00e4hrend des Bestehens kaukasischen Albaniens lebte in Karabach im Allgemeinen kein einziger Armenier\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><em><a href=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ilyas-babayev.jpg\"><\/a><a href=\"http:\/\/1905.az\/ru\/%d0%bd%d0%b0%d1%88-%d1%81%d0%be%d0%b1%d0%b5%d1%81%d0%b5%d0%b4%d0%bd%d0%b8%d0%ba-%d0%b8%d0%b7%d0%b2%d0%b5%d1%81%d1%82%d0%bd%d1%8b%d0%b9-%d0%b8%d1%81%d1%82%d0%be%d1%80%d0%b8%d0%ba-%d0%b0%d1%80\/lyas-babayev-musahibe\/\" rel=\"attachment wp-att-41248\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/lyas-Babayev-Musahibe.jpg\" alt=\"\" width=\"635\" height=\"480\" class=\"alignleft size-full wp-image-41248\" srcset=\"https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/lyas-Babayev-Musahibe.jpg 635w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2016\/01\/lyas-Babayev-Musahibe-400x302.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 635px) 100vw, 635px\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ilyas-babayev.jpg\"><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>Unsere Gespr\u00e4chspartner ist ein bekannter Historiker und Arch\u00e4ologe, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans Ilyas Babayev.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&#8211; <strong>Herr Babayev, schon seit<\/strong> <strong>vielen Jahren werden unter ihrer Leitung \u00a0in Gabala &#8211; der zentralen Stadt des kaukasischen Albanien die arch\u00e4ologischen Ausgrabungen durchgef\u00fchrt. Wie war die gesellschaftspolitische Situation in unseren Gebieten vor \u00a0der Entstehung Albaniens?<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Albanien wurde im vierten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung (v.u.Z.) gegr\u00fcndet. Fr\u00fcher war dieses Gebiet im Bestande des Gro\u00dfreiches der Ach\u00e4meniden. Dieses Reich umfasste ein breites Territorium- im Westen von dem nord\u00f6stlichen Afrika, einschlie\u00dflich \u00c4gypten bis zum Indus-Tal in Indien im Osten und von dem Persischen Golf und dem Indischen Ozean im S\u00fcden bis zum Gro\u00dfen Kaukasus im Norden. Bis dahin existierte in der Welt noch nie so ein Gro\u00dfreich. Das Gro\u00dfreich der Ach\u00e4meniden entsatnd im Jahre 550 v. u. Z. Die Forschungen zeigen, dass der S\u00fcdkaukasus, insbesondere das derzeitige Gebiet der Republik Aserbaidschan &#8211; S\u00fcdostkaukasus bis \u00a0Ach\u00e4meniden im Bestande des Staates Midien war. Im VII. Jahrhundert v. u. Z. gr\u00fcndeten die nomadischen ihr Reich und herrschten innerhalb von 28 Jahren. Sie nomadisierten vom Norden-der Pforte (Tor von Derbent\u201c oft auch als \u201eFlaschenhals\u201c bezeichnet) nach dem S\u00fcden zwischen dem Kaukasus und dem Kaspischen Meer (\u00fcbrigens ist diese Bezeichnung uns noch n\u00e4her als \u201eKhazar\u201c). Zu Beginn des VI. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung erlangte Herrscher von Midien Kiaksar einen Sieg \u00fcber die Skythen und stellte somit die Herrschaft von Midien wieder.<\/p>\n<p>Der Herrscher des zum Staat Midien geh\u00f6rten Gebiets Persien (Griechen bezeichneten es als Persida) Kourosh II. (in griechischen Quellen &#8211; Cyrus),\u00a0 Angeh\u00f6rige der Dynastie Ach\u00e4menidien machte einen Aufstand, st\u00fcrzte den letzten Herrscher Midien Astyages und gr\u00fcndete den Staat Ach\u00e4meniden. Innerhalb kurzer Zeit Kourosh II. (550-530 v. u. Z.), sein Sohn Kambyz (530-523 v. u. Z.), darunter Darius I. (522-486 v. u. Z.), annektierten viele L\u00e4nder und haben ein Gro\u00dfreich gegr\u00fcndet. Nach Angaben des Historikers Herodot reichten die Nordgrenzen des Reiches der Ach\u00e4meniden bis an die Bergketten des Gro\u00dfen Kaukasus.<\/p>\n<p>Als der Arch\u00e4ologe Ideal Narimanov am historischen Ort Saritepe auf dem Gebiet der Stadt Gazakh die Ausgrabungen durchf\u00fchrte, fand er hier einen S\u00e4ulensockel. Sp\u00e4ter wurde in Gumbati, eine Ortschaft an der Grenze zwischen Aserbaidschan und Georgien ein weiteres gro\u00dfes Denkmal entdeckt. All dies best\u00e4tigt die Tatsache, dass der S\u00fcdkaukasus ein Teil des Reiches Ach\u00e4meniden war. Und das Monument, das w\u00e4hrend der Ausgrabungen durch eine internationale Expedition in Schamkir unter meiner Leitung entdeckt worden ist, ist eines von derartigen Denkm\u00e4lern, die im S\u00fcdkaukasus gefunden sind. Das ist unvorstellbar, dass nur ein Geb\u00e4ude hier in einer Fl\u00e4che von einem halben Hektar liegt. Zusammen mit einem Hof erstreckt es sich \u00fcber eine Fl\u00e4che von 20 Hektar. Und in einer Fl\u00e4che von wenigen Quadratkilometern befindet sich ein pr\u00e4chtiger Palast. Hieraus ergibt sich, dass das Verwaltungszentrum der Ach\u00e4meniden hier lag, und der S\u00fcdkaukasus scheinbar von hier regiert wurde.<\/p>\n<p><strong>In welchem Zeitalter sind Anfangsinformationen \u00fcber Albanien und Albaner vorzufinden?<\/strong><\/p>\n<p>Alexander der Gro\u00dfe griff im Jahre 336 v. u. Z das Reich der Ach\u00e4meniden an. In der entscheidenden Schlacht bei Gaugamela im Jahre 331 vor unserer Zeitrechnung wird auch der Name der Albaner &#8211; unserer Stammbev\u00f6lkerung erw\u00e4hnt. Bis zu ihnen lebten in diesen Gebieten Kaspier. Wir halten, dass sich in die Kaspier auch Albaner hineinliefen. So gab es bereits im II. Viertel des I. Jahrtausends vor unserer Zeitrechnung eine sozio\u00f6konomische Grundlage f\u00fcr die Gr\u00fcndung eines albanischen Staates. Seit 1959 f\u00fchre ich die arch\u00e4ologischen Ausgrabungen in der Hauptstadt von Albanien \u2013 Gabala durch. Ich nutze diese Gelegenheit, um die Namen der prominenten Wissenschaftler Saleh Gaziyev und Gara Ahmadov, die in Gabala Ausgrabungen durchf\u00fchren, erw\u00e4hnen.\u00a0 Seit 2006 nahmen an der Expedition ebenfalls die Deutschen, Georgier, Russen teil.<\/p>\n<p>Ich wurde zum Doktor der Bildung von antiken St\u00e4dten promoviert. Das Vorhandensein der Stadt impliziert bereits die Existenz des Staates und das Vorhandensein des Staates bezeichnet das Bestehen eines Rechtssystems. Und diese Gegebenheiten wurden schon in der Mitte des I. Jahrtausends v. u. Z. geschaffen. W\u00e4hrend des Bestehens der Ach\u00e4meniden war die Konsolidierung von in diesem Gebiet lebenden St\u00e4mmen bereits abgeschlossen. Strabon erinnert an die Namen von 26 St\u00e4mmen, die dieses Gebiet besiedelten. Und an der Spitze jedes Stammes war ein Basileus. Wir kennen die Namen von nur drei von ihnen. Eine zentrale Stadt der Albaner war Gabala. In einigen schriftlichen Quellen liegen auch Anfangsinformationen \u00fcber die Albaner vor. Aber diese Quellen widerspiegeln manchmal die Realit\u00e4ten nicht.<\/p>\n<p>Zum Beispiel, Strabon stellte fest, dass die Albaner zum Handel nicht verlangt waren. Der Handel bei ihnen folgte durch einen Austausch. Das hei\u00dft, als h\u00e4tten sie Geld nicht gekannt. Aber ich m\u00f6chte betonen, dass wir w\u00e4hrend der Ausgrabungen gro\u00dfe Sch\u00e4tze ausgefunden haben. Es stellte sich heraus, dass die Albaner noch vor 300 Jahren bis Strabon\u00a0 gro\u00dfe Anzahl von M\u00fcnzen gepr\u00e4gt haben. Diese \u00a0waren mit M\u00fcnzen von Alexander dem Gro\u00dfen verglichen. Alle diese Informationen habe \u00a0ich im Jahr 1971 in Moskau ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Im IV. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung begann die Epoche Hellenismus. In dieser Zeit wurde der Handel zu einem Welthandel. Im II. Jahrhundert v. u. Z. entstand die Gro\u00dfe Seidenstra\u00dfe. Das war ein globales System der Handelswege. Mehrere seiner Zweige gingen durch Albanien.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Feldzugs \u00a0von r\u00f6mischem Feldherrn Pompeius hatte der albanische Herrscher Aroys 60 000 k\u00f6pfige-Fu\u00dfv\u00f6lker und 22 000 k\u00f6pfige-Kavallerien. Dies konnte man nat\u00fcrlich als eine hohe Zahl betrachten.<\/p>\n<p>Somit verf\u00fcgte Alexander der Gro\u00dfe w\u00e4hrend seines Ostfeldzuges insgesamt \u00fcber 30.000 k\u00f6pfige-Fu\u00dfv\u00f6lker und 5000 k\u00f6pfige-Kavallerien. Diese Zahl zeigt auch eine hohe Anzahl der Bev\u00f6lkerung des Landes. Ich m\u00f6chte auch betonen, dass im II. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung von Ptolem\u00e4us die Namen 29 St\u00e4dten Albaniens erw\u00e4hnt werden, obwohl einige von ihnen gro\u00dfe Siedlungen waren.<\/p>\n<p>Die Zahl dieser St\u00e4dte und ihrer St\u00e4mme ist fast gleich. All dies schafft ein klares Bild von dem Ausma\u00df des Landes.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Ausgrabungen in Gabala wurde eine gro\u00dfe Anzahl von Wertgegenst\u00e4nden entdeckt, was eine Grundlage f\u00fcr die Erforschung der Geschichte nicht nur von Aserbaidschan, sondern auch dem gesamten Kaukasus und dem Nahen Osten schafft.<\/p>\n<p>Albanien ist der auf dem Territorium des n\u00f6rdlichen Aserbaidschan gegr\u00fcndete erste unabh\u00e4ngige Staat. Nat\u00fcrlich waren im S\u00fcden zugleich Manna und andere L\u00e4nder. Gabala wird im I. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung erw\u00e4hnt. \u00dcber Gabala schrieb der Gro\u00dfe Pliny. Ich fand im Jahr 1967, wo Gabala lag, dessen Name von Pliny erw\u00e4hnt wird. Als Ergebnis der Ausgrabungen, die von mir in den letzten zwei Jahren in Gabala durchgef\u00fchrt werden, stellte es sich heraus, dass es hier mehr antike Siedlungen existierten. Ich fand hier gro\u00dfe Getreidespeicher aus der fr\u00fchen Eisenzeit und auf dem Boden dieser Kornspeicher \u00a0verbrannten Gerstenkorn. Dies deutet darauf hin, dass die sozio\u00f6konomischen Fragen \u00fcberpr\u00fcft werden sollen. Das hei\u00dft, dass es in den 7. und 6. Jahrhunderten v. u. Z. eine wichtige Grundlage f\u00fcr die Bildung einer gro\u00dfen Stadt bestand.<\/p>\n<p>Bis zur Mitte des V. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung blieb Gabala die Hauptstadt von Albanien bestehen. Als sie im Bestande der Ach\u00e4meniden waren, verbreiteten sie hier ihre Br\u00e4uche und Glauben. Die Griechen schrieben, dass die Albaner an Zeus, Helios, Selene glaubten. Vor allem glaubten sie an den \u00a0\u00a0Mondgott. Der Hohepriester des Mondgottes galt als zweite Person in dem Land nach dem K\u00f6nig.<\/p>\n<p>In der Regel soll es auch eine Schrift geben, w\u00e4hrend die Gr\u00fcndung einer Stadt konzipiert wird. Es gibt genug Hinweise auf den Schriftverkehr von Pompeius mit dem albanischen Herrscher. Aber wir haben wenige Schriftdenkm\u00e4ler. Im V. Jahrhundert vor \u00a0unserer Zeitrechnung verf\u00fcgte Albanien \u00fcber seine eigene Buchstabenschrift. In den Handschriften von \u00a0XV. und XVI. Jahrhunderten werden an die V\u00f6lkernamen erinnert, die ihr eigenes Alphabet und Schreiben hatte. Hier geht es auch um Albaner. Die Albaner verf\u00fcgten \u00fcber ein \u00a0Alphabet mit 53 Zeichen. Alle diese Zeichen bezeichneten Laute.<\/p>\n<p>In den Nachkriegsjahren, als das Mingetschevir Wasserkraftwerk gebaut wurde, wurden w\u00e4hrend der Ausgrabungen die Steinplatten mit einigen Inschriften entdeckt. \u00a0Aber es gaben keine B\u00fccher. Die albanische Buchstabenschrift wird mit dem Namen von Mesrop Mashtots im Zusammenhang gebracht. Er kam in Albanien an und wurde von dem albanischen Herrscher mit Respekt angenommen. Der albanische Herrscher stellte ihm einen Dolmetscher namens Beniamin zur Verf\u00fcgung. Und wenn auch man \u00a0sagt, dass Mesrop Mashtots im gargarischen Dialekt ein Alphabet mit reichen Kehllauten geschaffen hat, \u00a0hat er es in der Tat alphabetisch angeordnet und verbessert, aber ich wiederhole nochmals, dass er es nicht geschaffen hat. In den letzten Jahren hat Zaza Aleksidze im Nordosten von \u00c4gypten ein Manuskript entdeckt. Hier gibt es einen 160 Seiten-Text in der albanischen Sprache. Zaza Aleksidze las dieses Buch auf der Grundlage der kaukasischen Sprachen. Als ich ihn nach der Anzahl der Zeichen fragte, antwortete er, dass es 52-54 Zeichen gibt. Er stellte ferner fest, dass dieses Buch ein Lexikonar ist, das hei\u00dft, dass die vorhandenen B\u00fccher konspektiert worden sind.<\/p>\n<p>So gab es in dieser Sprache auch fr\u00fcher eine Menge B\u00fccher. Kurz gesagt, Albanien gilt in jeder Hinsicht ein aserbaidschanischer Staat. Das Zentrum des Landes war innerhalb von etwa 800 Jahren Gabala. Albaner sind unsere Vorfahren. Aber ich m\u00f6chte einen Punkt betonen, dass es unbekannt ist, woraus das Wort \u201eAlbanien\u201c stammt. Wie man in einigen Quellen sagt, stammt das Wort &#8220;Albanien&#8221; aus dem lateinischen \u201eAlbus\u201c \u2013 \u201ewei\u00df\u201c. Anscheinend deutet dieses Wort auf hochw\u00fcchsige, blonde, Menschen mit heller Haut, die dieses Gebiet besiedelt haben. Wenn auch in Italien und Mexiko, darunter im unabh\u00e4ngigen europ\u00e4ischen Staat Albanien der Name des Wortes \u201eAlban\u201c vorzukommen ist.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Herr Babayev, Es ist bekannt, dass die Albaner zum Christentum bekehrt haben. Gibt es Informationen dar\u00fcber, wer zuerst zum Christen wurde &#8211; Armenier oder Albaner?<\/strong><\/p>\n<p>Laut Quellen stellt Movses Kaghankatvatsi fest, dass unsere Kirche vor den Armeniern gegr\u00fcndet worden ist. Am Ende des ersten Jahrhunderts, Anfang des zweiten Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung Missionar Yeghishe geschickt, um den christlichen Glauben zu hier verbreiten. Es kann sein, dass zu jener Zeit bei uns christliche Gemeinden schon vorhanden waren. Als das Christentum entstand, war es im alten Rom verfolgt.\u00a0 Als Nero die Stadt Rom z\u00fcndete, schob er die Schuld er auf die Christen. Christen wurden im Kolosseum den wilden Tieren vorgeworfen, um gefressen zu werden. Daher w\u00e4re es sinnlos, im I. Jahrhundert eine Kirche zu suchen. Aber es k\u00f6nnte Tempel oder Gebetsst\u00e4tten geben. Nur im Jahre 312 hat das Christentum\u00a0 zu freier Religion erkl\u00e4rt. Im Jahr 325 wurde in der Stadt Micah Mickey auf dem Territorium der T\u00fcrkei erstes Weltforum der Christen einberufen. In der ersten H\u00e4lfte des IV. Jahrhunderts hatten die Albaner das Christentum bereits angenommen. Unser Gebiet war sowohl f\u00fcr das Byzantinische Reich, als auch f\u00fcr das sassanidische Reich von gro\u00dfer Bedeutung. Im Krieg zwischen den beiden L\u00e4ndern stand Albanien als christlicher Staat dem Byzanz zur Seite. Aber da wir damals von den Sassaniden abh\u00e4ngig waren, wurden unsere Einheimischen gezwungen, zum Zoroastrismus zu bekennen. Aber die Ortseinwohner nahmen diesen Glauben nicht an. Im Jahre 450 hat \u00a0Herrscher des Sassanidenreichs die Albaner, Georgier und Armenier einberufen und erkl\u00e4rte, dass sie verpflichtet sind, den Zoroastrismus zu zugeben. Als es sich herausstellte,\u00a0 dass sie den Sassaniden gegen\u00fcber gar machtlos sind, gaben sie vor, als h\u00e4tten diesen Glauben angenommen. 300 zoroastrische Priester wurden von Sassaniden nach Albanien geschickt, um diesen Glauben hier zu verbreiten. Das Volk protestierte und revoltierte gegen den Zoroastrismus und vertrieb diese Priester. Diesmal kamen die Sassaniden nach Albanien mit einer Armee. Trotz aller \u00dcberredungen verzichtet der albanische K\u00f6nig Vache auf die Macht und wird ein gew\u00f6hnlicher M\u00f6nch. Innerhalb von 30 Jahren war das Land von Sassaniden durch Statthalter regiert. Gerade zu jener Zeit wurde die Hauptstadt von Albanien von Gabala nach Barda verlegt. Als diese Entscheidung getroffen wurde, spielte diese Tatsache eine wichtige Rolle, dass Gabala in der N\u00e4he von den Bergen gelegen und von Bergst\u00e4mmen \u00f6fter \u00fcberfallen worden war. Mit der Ankunft der Araber wurde der Verbreitung des Zoroastrismus ein Ende gesetzt. Das Sassanidenreich zerfiel im Jahre 651 unter Yazdegerd II. Mit dem Sturz der Sassaniden traten wir in den Bestand des arabischen Kalifats.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Gab es \u00c4hnlichkeiten in der christlichen Religion, zu der Armenier und Albaner bekannt haben?<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Wir hatten eine Vielzahl von Denominationen der christlichen Religion. Ende der VII. und Anfang VIII. Jahrhunderte wurde unsere Kirche mit Hilfe der Araber zu einer Monophysite gemacht. Armenier sind auch Monophysiten. Aber wir waren Diaphysiten. Zum Beispiel, Udine von Nij sind Gregorianen, Oguz Udine sind Orthodoxen. Die Albaner hatten einen separaten Katholikos und Gandzasar war sein Zentrum. Als Mkhitar Gosh im Auftrag des albanischen Katholikos eine Gesetzordnung schrieb, verwendete er sowohl christliche Vorschriften, als auch islamische Scharia. Seit dem Beginn des VIII. Jahrhunderts vereinigt sich unsere Kirche unter dem Einfluss der Araber mit der armenischen Kirche. Auf unserem Territorium gibt es eine betr\u00e4chtliche Anzahl von christlichen Denkm\u00e4lern und ihre Forschung tr\u00e4gt einen strategischen Charakter.<\/p>\n<p><strong>&#8211; Herr Babayev, Haben im heutigen Gebiet Karabach die Armenier w\u00e4hrend des Bestehens von Albanien gelebt?<\/strong><\/p>\n<p>&#8211; Im Jahr 1987 nahm ich das letzte Mal an einer Sitzung des Wissenschaftlichen Rates in Eriwan teil. Armenier hatten einen Wissenschaftler namens Eremyan. In einem Gespr\u00e4ch mit mir, sagte, dass er dass man in Amenien nicht liebt. Ich war wirklich sehr \u00fcberrascht, denn er war ein prominenter Wissenschaftler. Als ich ihn nachdem Grund fragte, warum man ihn nicht liebt, sagte er, dass er behauptete, dass in Karabach \u00a0nicht Armenier sondern Albaner lebten. Ich sagte, dass dies nicht nur Sie, sondern auch viele andere, darunter Akademiker Orbeli, \u00fcberzeugt gesagt haben. Das ist eine erwiesene Tatsache, dass w\u00e4hrend des Bestehens kaukasischen Albaniens in Karabach im Allgemeinen kein einziger Armenier gelebt hat.<\/p>\n<p>Karabach-Armenier kamen hierher erst nach der russischen Besatzung an. Dies best\u00e4tigt auch die w\u00e4hrend jener Zeit hier durchgef\u00fchrte Z\u00e4hlung. Wenn man sich auch auf die milit\u00e4rischen Karten anschaut, die am Anfang des XX. Jahrhunderts gedruckt wurden, dann k\u00f6nnen wir sehen, dass mehr als 90 Prozent der geographischen Ortsnamen in der aserbaidschanischen Sprache sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>&#8211; Vielen Dank f\u00fcr das interessante Gespr\u00e4ch.<\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong>\u00a0 Gunduz Nasibov, 1905.az<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unsere Gespr\u00e4chspartner ist ein bekannter Historiker und Arch\u00e4ologe, Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans Ilyas Babayev.<\/p>\n","protected":false},"author":17,"featured_media":17574,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[532],"tags":[],"class_list":["post-17573","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-interview-6"],"fimg_url":"https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Ilyas_Babayev-kicik.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17573","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/17"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17573"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/17573\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/17574"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17573"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=17573"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=17573"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}