{"id":39576,"date":"2017-03-29T18:08:59","date_gmt":"2017-03-29T14:08:59","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/de\/?p=39576"},"modified":"2017-03-29T18:10:35","modified_gmt":"2017-03-29T14:10:35","slug":"voelkermord-31-maerz-ist-die-blutigste-seite-der-ethnischen-saeuberungspolitik-armeniens-gegen-aserbaidschaner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/voelkermord-31-maerz-ist-die-blutigste-seite-der-ethnischen-saeuberungspolitik-armeniens-gegen-aserbaidschaner\/","title":{"rendered":"V\u00f6lkermord am 31. M\u00e4rz ist die blutigste Seite der ethnischen S\u00e4uberungspolitik Armeniens gegen Aserbaidschaner"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong><em><a href=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/14907865483557144270_1000x669.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-39560\" src=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/14907865483557144270_1000x669.jpg\" alt=\"14907865483557144270_1000x669\" width=\"957\" height=\"669\" srcset=\"https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/14907865483557144270_1000x669.jpg 957w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/14907865483557144270_1000x669-300x210.jpg 300w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/14907865483557144270_1000x669-768x537.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 957px) 100vw, 957px\" \/><\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Ali Hasanov\u00a0<\/strong><\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Assistent des Pr\u00e4sidenten der Republik Aserbaidschan<\/strong><\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><em><strong>f\u00fcr sozial-politische Angelegenheiten,<\/strong><\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><em><strong>Doktor der historischen Wissenschaften, Professor<\/strong><\/em><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong>Ansiedlung der Armenier in aserbaidschanischen Gebieten<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die in den vergangenen zwei Jahrhunderten von armenischen Nationalisten gegen unser Volk zielgerichtet verfolgte ethnische S\u00e4uberungs-, Genozid,- und Annexionspolitik ist \u00e4u\u00dferst schmerzhafte Etappen der Geschichte Aserbaidschans voller Trag\u00f6dien und blutiger Ereignisse.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Hauptziel dieser nationalistisch-chauvinistischen Politik war es, die Aserbaidschaner aus ihren historischen Gebieten zu vertreiben und in historisch von Aserbaidschanern bewohnten Gebieten den von Armeniern ausgedachten Staat \u201cGro\u00dfes Armenien\u201d zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die historischen Fakten zeigen, dass die Ansiedlung zahlreicher Armenier aus dem Iran und der T\u00fcrkei im gebirgigen Teil der strategisch wichtigen Region Karabach von Aserbaidschan am Anfang des 19. Jahrhunderts begann. Das zaristische Russland, das w\u00e4hrend dieser Zeit die reichen nat\u00fcrlichen Ressourcen der Region unter Kontrolle haben wollte, instrumentalisierte \u201carmenischen Faktor&#8221; als politisches Mittel, als es am Ende des 18. Jahrhunderts und am Anfang des 19. Jahrhunderts einen Krieg gegen die T\u00fcrkei und den Iran f\u00fchrte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem der oberste Befehlshaber der russischen Truppen im Kaukasus P. D. Tsitsianov im 19. Jahrhundert Ganja eingenommen hatte, schrieb er in seinem Rapport Nr.19 vom 22. Mai 1805, dass Karabach hinsichtlich seiner geographischen Lage als T\u00fcr Aserbaidschans sowie des Iran gilt. Daher m\u00fcssen wir noch gr\u00f6\u00dfere Anstrengungen machen, um dieses Gebiet unter st\u00e4ndiger Kontrolle zu halten. Dieses Ziel wurde in kurzer Zeit erreicht. Am 14. Mai 1805 wurde zwischen dem General Tsitsianov und dem Khan von Karabach Ibrahim Khan ein Vertrag unterzeichnet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sobald das Karabach-Khanat ins Russland eintrat, begann P. D. Tsitsianov sofort die Armenier aus anderen Gebieten von S\u00fcdkaukasus hierher anzusiedeln, um die Position des Zarismus in Karabach zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut der von zaristischen Beamten Yermolov und Mogilevsky zusammengestellten \u201cBeschreibung der Provinz Karabach\u201d, die als wichtiges Dokument \u00fcber die Anzahl und die ethnische Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung von Karabach gilt, lebten im Jahre 1823 in der Provinz Karabach 20 Tausend 95 Familien, einschlie\u00dflich 15 Tausend 729 aserbaidschanische und 4366 armenische Familien. Bis 1823, das hei\u00dft, dass die Zahl der armenischen Familien in Karabach auf Kosten der hier angesiedelten Armenier stark zunahm und auf 4366 stieg.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein deutlicher Anstieg der Zahl der armenischen Familien im gebirgigen Teil von Karabach fand in den 20-er Jahren des 19. Jahrhunderts, vor allem nach der russischen Eroberung Kaukasus statt. Als Ergebnis der Ansiedlung einer gro\u00dfen Anzahl von Armeniern aus dem benachbarten Persien, der T\u00fcrkei und S\u00fcd-Aserbaidschan im Kaukasus w\u00e4hrend des russisch-iranischen Kriegs in den Jahren 1804-1813, 1826-1828 und w\u00e4hrend des russisch-t\u00fcrkischen Kriegs in den Jahren 1828 und 1829 sowie in sp\u00e4teren Jahren begann ihre Zahl von Jahr zu Jahr deutlich anzusteigen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">N. N. Schavrov sprach offen \u00fcber die Eroberung Kaukasus durch das zaristische Russland und schrieb \u00fcber die Ansiedlung von Vertretern anderer Nationalit\u00e4ten in jenem Gebiet:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8220;Wir haben unsere koloniale Politik im Kaukasus mit der Ansiedlung von Vertretern anderer Nationalit\u00e4ten begonnen. Und aus diesen Ansiedlern, die in unserem Land als unerw\u00fcnschte Elemente gelten, haben wird in den Gouvernements Tiflis und Jelisawetpol (Ganja) mehrere Kolonien gebildet. Ihnen wurden die besten B\u00f6den zugewiesen, verschiedene Vorrechte gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Im gebirgigen Teil von Karabach wurden zun\u00e4chst offiziell 124.000 und dann informell sehr viele Armenier sesshaft gemacht. In den Jahren 1828-1830 wurden im gebirgigen Teil von Karabach insgesamt mehr als 200 Tausend Armenier angesiedelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">N. N. Schavrov beschreibt diese Fakten so: &#8220;Nachdem der Krieg der 1828-1830-er Jahre beendet war, haben wir mehr als 40.000 iranische Armenier und 84.000 t\u00fcrkische Armenier in den von Armeniern nicht bewohnten Gouvernements Jelisawetpol und Iravan, einschlie\u00dflich in den besten Staatsgebieten der Provinzen Tiflis, Borchali, Akhaltsikh und Achalkalak angesiedelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daf\u00fcr wurden ihnen mehr als 200.000 Desjatinen staatliche B\u00f6den zur Verf\u00fcgung gestellt. Dar\u00fcber hinaus wurde f\u00fcr diesen Zweck bei den Moslems durch Kauf privates Bodeneigentum in H\u00f6he von 2 Millionen Rubel erlangt. Diese Armenier wurden im gebirgigen Teil des Gouvernements Jelisawetpol (d. h gebirgiger Teil von Karabach) und am Ufer des Sees Gokcha angesiedelt. Hier muss auch erw\u00e4hnt werden, dass au\u00dfer offiziell angesiedelten 124.000 Armeniern ihre Zahl zusammen mit hierher inoffiziell sesshaft gemachten Personen 200 Tausend Menschen \u00fcbersteigt.\u201d<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Tatsache zeigt, dass die Armenier haupts\u00e4chlich in von Armeniern gar nicht besiedelten oder wenig armenisch bewohnten Gebieten angesiedelt worden waren. Es stellte sich heraus, dass bis Anfang des 19. Jahrhunderts, vor allem bis Frieden von Turkmantschai in den Gouvernements Iravan und Ganja sehr wenig Armenier lebten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solcherweise war es den Armeniern gelungen, in darauffolgenden zwei Jahren nach dem Frieden von Turkmantschai unter der Schirmherrschaft des zaristischen Russlands in verschiedenen Gebieten Aserbaidschans sowie im gebirgigen Teil von Karabach sesshaft zu werden. Diese Schirmherrschaft des zaristischen Russlands setzte sich auch in den n\u00e4chsten Jahren fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Politik der Ansiedlung der Armenier im Kaukasus wurde auch Ende des 19. und Anfang 20. Jahrhunderts fortgef\u00fchrt. Nur innerhalb von 13 Jahren also von 1896 bis 1908 wurden im Kaukasus insgesamt 400 Tausend Armenier angesiedelt. N. N. Schavrov schreibt: \u201cGeneraladjutant Scheremetyev teilte im Jahr 1896 in seinem Bericht \u00fcber in Transkaukasien lebende Armenier mit, dass ihre Anzahl bereits auf 900 Tausend Menschen gestiegen war. Im Jahr 1908 erreichte ihre Zahl 1 Million 300 Tausend Menschen, das hei\u00dft, dass die Armenier sich in diesem Zeitraum um mehr als 400 Tausend Menschen erh\u00f6ht haben. Derzeit leben in Transkaukasien 1 Million 300 Tausend Armenier, von denen 1 Million Menschen nicht altangesessene Einwohner sind.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ansiedlung der Armenier im gebirgigen Teil von Karabach zeigte erhebliche Auswirkungen auf die demografische Lage der Region. Die Volksz\u00e4hlung von 1897 registrierte 54.841 Familien in Karabach, von denen 29 Tausend 350 aserbaidschanische, 18 Tausend 616 armenische Familien waren. Im Jahr 1917 stieg die Zahl der Armenier in Karabach aufgrund der starken Zuwanderung deutlich an. Zu diesem Zeitpunkt bildeten die Armenier 46 % und die Aserbaidschaner 51 % der Gesamtbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie der Sammelband &#8220;Kavkazski Kalendar&#8221; des Jahres 1917 schreibt, lebten in Karabach 199.000 (58,3 %) Aserbaidschaner und 142.000 Armenier (41,7 %). Hieraus ergibt sich, dass die Politik einer k\u00fcnstlichen Ansiedlung der Armenier in Karabach unter Schirmherrschaft des zaristischen Russlands etappenweise umgesetzt worden war. Trotzdem bildeten die Aserbaidschaner zu allen Zeiten der Geschichte die gr\u00f6\u00dfte ethnische Bev\u00f6lkerungsgruppe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Statistische Daten, die in den Annalen von &#8220;Kavkazski Kalendar&#8221; (Kaukasischer Kalender) angegeben werden, best\u00e4tigen, dass die Aserbaidschaner auch auf dem heutigen armenischen Territorium einst die gr\u00f6\u00dfte Ethnie stellten. Es gab z. B. im Jahr 1886 in der Provinz Sangesur des Gouvernements Ganja (Jelisawetpol) 326 D\u00f6rfer, von denen 154 (45,7%) aserbaidschanische, 91 kurdische (27,8 %) und nur 81 armenische D\u00f6rfer (24, 8 %) waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Jahr 1889 war die Zahl der aserbaidschanischen Bev\u00f6lkerung im Ujesd Sangesur um 1500 Menschen gr\u00f6\u00dfer als Anzahl von Armeniern. Im Jahr 1897 z\u00e4hlte Sangesur 142.000 Einwohner, von denen 71.200 (50,1 %) Aserbaidschaner, 63.600 Menschen (44,8 %) Armenier waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem statistischen Bericht der zentralen Statistikstelle Armeniens von 1962 wurde ver\u00f6ffentlicht, dass im Jahr 1831 in der Stadt Iravan insgesamt 18.766 Menschen lebten, von denen 15.992 Personen Aserbaidschaner waren, und im Jahr 1866 27 Tausend 246 Menschen lebten, von denen 23 Tausend 627 Personen aserbaidschanische Wurzeln hatten. (d.h. 85,2 Prozent der Gesamtbev\u00f6lkerung).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Buch &#8220;Bev\u00f6lkerung des sowjetischen Armenien 1831-1931&#8221; von Z. Korkodyan, das im Jahre 1932 in Iravan ver\u00f6ffentlicht worden war, wird erw\u00e4hnt, dass in den Ujesden (Verwaltungseinheit) Etschmiadsin, Yeni Bayazid, Aleksandropol des Gouvernements Iravan, in den Ujesden Sangesur und Gazakh-Dilijan des Gouvernements Jelisawetpol (Ganja) und im Ujesd Lori-Pambak (Bortschali Landschaft) des Gouvernements Tiflis 2310 Ortschaften vorhanden waren, von denen 2000 den Aserbaidschanern geh\u00f6rten. Fast 7000 Menschen von in Iravan lebenden 10 tausend Personen waren Aserbaidschaner. Fast alle 40 Personen, die das Iravan Khanat regierten, waren auch Aserbaidschaner.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Ujesden des Gouvernements Iravan, die bis 1920 im Bestande Aserbaidschans waren, insbesondere im Ujesd Iravan bildeten die Aserbaidschaner in allen Zeiten die gr\u00f6\u00dfte Bev\u00f6lkerungsgruppe. In diesem Ujesd lebten z. B. 99.000 Menschen, von denen 62.600 Aserbaidschaner (66 %), 36.400 Armenier (34 %) waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Ujesden Etschmiadsin, Yeni Bayazid und Surmali des Iravan Gouvernements bildeten die Aserbaidschaner ein Drittel der Gesamtbev\u00f6lkerung. Nach Angaben vom 1. Januar 1916 stellten die Aserbaidschaner in diesen L\u00e4ndern die gr\u00f6\u00dfte ethnische Bev\u00f6lkerungsgruppe der Gesamtbev\u00f6lkerung. Im Iravan Ujesd lebten 74,2 Tausend Aserbaidschaner, die etwa 48% der Gesamtbev\u00f6lkerung bildeten. Im Ujesd Sangesur waren 119 Tausend 500 (53,3 %) und in der Verwaltungseinheit Yeni Bayazid 50,7 Tausend, im Ujesd Surmali 45 Tausend Aserbaidschaner. Diese Zahlen beweisen eindeutig, dass zu Beginn der 19. und 20. Jahrhunderte auf dem heutigen Territorium Armeniens die Aserbaidschaner absolute Mehrheit bildeten.<\/p>\n<p>Ende des 19. Jahrhunderts gr\u00fcndeten armenische Nationalisten eine Reihe von Parteien- &#8220;Armenakan&#8221; 1885 in Marseille, &#8220;Qncaq&#8221; 1887 in Genf, &#8220;Daschnaktsutyun&#8221; 1890 in Tiflis. Damit traten die Anspr\u00fcche der Armenier, &#8220;Gro\u00dfes Armenien&#8221; zu gr\u00fcnden, in eine neue Phase ein.<\/p>\n<p><strong>Ethnische S\u00e4uberungs-und Genozid-Politik gegen Aserbaidschaner zu Beginn des 20. Jahrhunderts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ansiedlungsprozess, der einen Bestandteil der kolonialen Politik des zaristischen Russlands bildete, war w\u00e4hrend des ganzen 19. Jahrhunderts fortgesetzt und zeigte erhebliche Auswirkungen auf die demografische Lage der Region.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gek\u00fcnstelte Zunahme der Zahl der Armenier in der Region hat dazu gef\u00fchrt, dass sie seit Beginn des 20. Jahrhunderts begonnen haben, gegen unser Land territoriale Anspr\u00fcche zu erheben und eine aggressive Politik zu betreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn des 20. Jahrhunderts fingen die armenischen Nationalisten an, ihre Aktivit\u00e4ten in Richtung Umsetzung der Idee \u201cGro\u00dfes Armenien\u201c, die auch im Programm der Partei &#8220;Daschnaktsutyun&#8221; vorgesehen ist, zu verst\u00e4rken, ethnische S\u00e4uberungspolitik zu verfolgen, um die Aserbaidschaner aus ihren historischen Gebieten systematisch zu vertreiben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So richteten die Armenier in den Jahren 1905 und 1906 in Baku, Ganja, Karabach, Iravan, Nachitschewan, Ordubad, Sharur-Daralagezsky, Tiflis, Sangesur, Gazakh und an anderen Orten grausame Blutb\u00e4der an aserbaidschanischen Zivilisten an. In jenen Gebieten wurde die aserbaidschanische Bev\u00f6lkerung mit unglaublicher Brutalit\u00e4t get\u00f6tet, die St\u00e4dte und D\u00f6rfer wurden zerst\u00f6rt, ausgepl\u00fcndert und in Brand gesteckt. Die armenischen bewaffneten Einheiten machten mehr als 200 aserbaidschanische D\u00f6rfer in den Ujesden Schusha, Jabrayil und Sangesur, in den Gouvernements Iravan und Ganja dem Erdbeben gleich. Zehntausende von Aserbaidschanern wurden aus ihren historischen Gebieten vertrieben. Die Armenier t\u00f6teten mehr als 200 Tausend Aserbaidschaner, einschlie\u00dflich Kinder, Frauen, alte Menschen, verfolgten ethnische S\u00e4uberungspolitik, um in diesen Gebieten von dem zaristischen Russland ihnen versprochenen \u201earmenischen Staat\u201c zu gr\u00fcnden. Solcherweise f\u00fchrten die Armenier diese Genozid-Politik gegen die Aserbaidschaner unter der Schirmherrschaft des zaristischen Russland auch w\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach den Februar- und Oktoberereignissen 1917 in Russland, begann die Partei &#8220;Daschnaktsutyun&#8221; und der Armenische Nationalkongress ihre Aktivit\u00e4ten deutlich zu verst\u00e4rken. Stepan Schahumjan, der von W. Lenin im Dezember 1917 zum Au\u00dferordentlichen Kommissar f\u00fcr den Kaukasus benannt worden war, wurde zum Organisator und F\u00fchrer dieser Massenmorde an den Aserbaidschanern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einem Zeitraum von Beginn des Jahres 1917 bis M\u00e4rz 1918 wurden von armenischen bewaffneten Einheiten im Gouvernement Iravan 197 D\u00f6rfer, im Ujesd Sangesur 109, in Karabach 157 Siedlungen zerst\u00f6rt und noch weitere 60 D\u00f6rfer in anderen Regionen dem Erdbeben gleichgemacht, ausgepl\u00fcndert und niedergebrannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Beginn des Jahres 1918, d.h. am Vorabend des M\u00e4rzgemetzels bildete die Zahl der armenischen Einheiten, die zu jener Zeit direkt Schahumjan untergeordnet waren, fast 20 Tausend Menschen. Mit Unterst\u00fctzung von Bolschewiki und Lenin wurde Schahumjan zum Vorsitzenden der Bakuer Kommune gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 30. M\u00e4rz dieses Jahres nahmen die armenisch-bolschewistischen Verb\u00e4nde zuerst die Stadt Baku unter Salvenfeuer von den Schiffen, dann griffen bewaffnete Daschnaken H\u00e4user von Aserbaidschanern an, richteten ein grauses Blutbad in der Stadt an. Am 31. M\u00e4rz und in den ersten Tagen des Aprils nahm das Gemetzel einen Massencharakter an. Bei diesen blutigen Ereignissen wurden Tausende von friedlichen Aserbaidschanern nur wegen ihrer Nationalit\u00e4t get\u00f6tet. In jenen Tagen t\u00f6teten die armenisch-bolschewistischen Verb\u00e4nde 12 Tausend Aserbaidschaner allein in der Stadt Baku. Zahlreiche Menschen wurden in ihren H\u00e4usern bei lebendigem Leibe verbrannt und mit besonderer Brutalit\u00e4t get\u00f6tet, auf besondere Folter gespannt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim bewaffneten Angriff der Armenier auf den Ujesd Guba wurden in den ersten f\u00fcnf Monaten des Jahres 1918 an diesem Ort mehr als 16 Tausend Menschen brutal get\u00f6tet. Dar\u00fcber hinaus wurden 167 D\u00f6rfer ausgepl\u00fcndert, von denen 35 nicht mehr existieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anhand von historischen Tatsachen wurde nochmals bewiesen, dass die armenischen Daschnaken im Ujesd Guba ein echtes Blutbad an den Aserbaidschanern angerichtet haben. Die Entdeckung eines Massengrabs im Jahre 2007 in Guba ist ein weiterer schlagender Beweis f\u00fcr armenischen Wandalismus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Untersuchungen des Massengrabs wurde festgestellt, dass beim Angriff von armenischen bewaffneten Verb\u00e4nden auf Guba im Jahre 1918 zahlreiche Zivilisten mit besonderer Grausamkeit get\u00f6tet wurden. Es stellte sich heraus, dass zum Opfer gefallene Ortsbewohner gerade in diesem Massengrab beigesetzt worden waren. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass die armenischen Einheiten unter dem Kommando von Hamazasp einen V\u00f6lkermord in Guba nicht nur an der muslimischen Bev\u00f6lkerung, sondern auch an den Juden ver\u00fcbt haben. Die Untersuchungen haben ergeben, dass die Armenier in den Jahren 1918 und 1919 in Guba ca. 3 Tausend Juden get\u00f6tet haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus wurden Hunderte von aserbaidschanischen Siedlungen, einschlie\u00dflich mehr als 150 D\u00f6rfer in Karabach zerst\u00f6rt und niedergebrannt. Au\u00dferdem richteten die Armenier einen weiteren Massenmord an der friedlichen aserbaidschanischen Bev\u00f6lkerung in Schuscha an. In den Monaten M\u00e4rz und April des Jahres 1918 haben armenische Daschnaken in Baku und an anderen aserbaidschanischen Ortschaften insgesamt 50 Tausend Menschen brutal get\u00f6tet. So wurden im Ujesd Sangesur 10 Tausend und im Ujesd Schemacha 10 Tausend 270, zusammen mit der Stadt insgesamt 18 Tausend 270 Menschen mit besonderer Grausamkeit get\u00f6tet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahren 1918 und 1920 lebten auf dem heutigen armenischen Territorium sch\u00e4tzungsweise 575 Tausend Aserbaidschaner, von denen 565 Tausend get\u00f6tet oder aus ihren historischen Gebieten vertrieben worden waren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Z. Korkodyan best\u00e4tigt diese Zahl in seinem Buch &#8220;Bev\u00f6lkerung des sowjetischen Armeniens 1831-1931&#8221; und schreibt, dass die Zahl der t\u00fcrkischen (aserbaidschanischen) Bev\u00f6lkerung im Jahre 1920 bei etwas mehr als 10 Tausend Menschen lag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem im Jahre 1922 60.000 aserbaidschanische Fl\u00fcchtlinge zur\u00fcckgekehrt waren, lag die Zahl der Aserbaidschaner hier bei 72 Tausend 596 Menschen. Im Jahre 1931 bildete ihre Zahl sch\u00e4tzungsweise 105 Tausend 838 Menschen. In den letzten zwei Monaten des Jahres 1919 wurden 96 D\u00f6rfer in den Ujesden Etschmiadsin und Surmali des Gouvernements Iravan und fast alle D\u00f6rfer im Ujesd Iravan zerst\u00f6rt. Dar\u00fcber hinaus wurden im Gouvernement Iravan 132 Tausend Aserbaidschaner get\u00f6tet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Massenausrottung der Aserbaidschaner durch Armenier setzte sich auch in den Jahren 1918 und 1920 fort. Bei diesen Massenmorden kamen in Baku, Guba, Schemacha, Lenkoran und Kurdamir in Schusha sowie im Gouvernement Iravan, Sangesur, Nachitschewan, Scharur, Ordubad, Kars und in anderen Regionen Zehntausende von Aserbaidschanern ums Leben, mehr als eine Million Menschen wurden aus ihren Heimatl\u00e4ndern vertrieben. Dar\u00fcber hinaus wurden in jenen historisch von Aserbaidschanern bewohnten Gebieten zugleich alle Schulen und Moscheen in Schutt und Asche gelegt, Funde aus der Vorzeit v\u00f6llig zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem die erste Aserbaidschanische Demokratische Republik am 28. Mai 1918 gegr\u00fcndet worden war, wurde eine au\u00dferordentliche Untersuchungskommission eingesetzt, um diese von den Armeniern begangenen Verbrechen zu untersuchen. Laut Verordnung der Regierung wurde beschlossen, den 31. M\u00e4rz jedes Jahres als Tag der Trauer (31. M\u00e4rz 1919 und 1920 wurde als Volkstrauertag gefeiert) zu feiern. Aber der Fall der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik hatte nicht erlaubt, diese Arbeit zu Ende zu f\u00fchren. Die in der Region bestandene geopolitische Lage legte den Grund dazu, die Stadt Iravan am 29. Mai 1918 als politisches Zentrum an die Armenier zu \u00fcbergeben. Solcherweise wurde im Jahre 1918 auf dem historischen aserbaidschanischen Territorium -dem ehemaligen Iravan Khanat die Republik Armenien gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die k\u00fcnstliche Zunahme der Armenier im gebirgigen Teil von Karabach auf Kosten der Ansiedlungen, die einen Teil der kolonialen Politik des zaristischen Russlands bildeten, setzte sich w\u00e4hrend des ganzen 19. Jahrhunderts fort und f\u00fchrte dazu, dass sie seit Beginn des 20. Jahrhunderts begannen, gegen Aserbaidschan Gebietsanspr\u00fcche zu erheben und eine Annexionspolitik zu verfolgen. Der gr\u00f6\u00dfte Anspruch der Armenier war darauf gezielt, Karabach und Sangesur einzunehmen. Daher schickte die armenische Regierung in diese Gebiete bewaffnete Truppen, um ihre aggressiven Pl\u00e4ne umzusetzen. Im Zuge dieser Okkupationspolitik wurden Hunderte von Siedlungen jener Regionen zerst\u00f6rt, Tausende von friedlichen Aserbaidschanern get\u00f6tet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Bezug auf Karabach erhebt die daschnakische Regierung von Armenien im Januar des Jahres 1919 Gebietsanspruch gegen Aserbaidschan. Damit wurde der erste offizielle Versuch gemacht, den gebirgigen Teil von Karabach an Armenien anzuschlie\u00dfen. Die aserbaidschanische Regierung machte wiederholt Vorschl\u00e4ge, das Problem mit friedlichen Mitteln zu l\u00f6sen. Jedoch hat die unfaire Position von Daschnaken die Umsetzung dieser Vorschl\u00e4ge verhindert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Aserbaidschanische Demokratische Republik, die die Erhaltung der territorialen Integrit\u00e4t und die Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit ihrer B\u00fcrger f\u00fcr eine ihrer Hauptaufgaben hielt, lehnte territoriale Anspr\u00fcche von Armenien kategorisch ab. Das aserbaidschanische Parlament diskutierte \u00fcber die Frage &#8220;Karabach&#8221; und begann, konkrete Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, um die separatistische Bewegung zu verhindern. Zu diesem Zweck trennte die Regierung Aserbaidschans am 15. Januar 1919 die Ujesden Schusha, Jabrayil, Javanschir und Sangesur von Gouvernement Ganja ab und bildete aus diesen Verwaltungseinheiten das Generalgouvernement Karabach mit dem Zentrum der Schusha. Khosrov Bey Sultanov wurde zum Generalgouverneur ernannt. Die aserbaidschanische Regierung beauftragte ihn, um dort Ordnung zu schaffen und lokale Beh\u00f6rden zu organisieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dank gro\u00dfen Anstrengungen der aserbaidschanischen Regierung wurde am 23. November 1919 in Tiflis durch Vermittlung von der Vertretung der Vereinigten Staaten zwischen Aserbaidschan und Armenien eine vertragliche Vereinbarung erzielt. Laut Vertrag sollten die Auseinandersetzungen und Zusammenst\u00f6\u00dfe beendet, strittige Fragen, einschlie\u00dflich die Grenzfragen auf dem Verhandlungsweg gel\u00f6st werden. Jedoch verletzte die armenische Seite diese Vereinbarung grob und schickte seine Truppen in die aserbaidschanischen Gebiete, beging grausame Massenmorde an den Aserbaidschanern. Trotz allem wurde zu Zeit der Existenz der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik die Versuche Armeniens, Karabach von Aserbaidschan mit diplomatischen und milit\u00e4rischen Mitteln abzutrennen, verhindert. Doch nach der Sowjetisierung Aserbaidschans wurden diese territorialen Anspr\u00fcche von Daschnaken, die keine geringe Rolle auch in dem Fall der Aserbaidschanischen Demokratischen Republik gespielt hatten, wieder aufs Tapet gebracht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gelang den Armeniern, die die Sowjetisierung von S\u00fcdkaukasus f\u00fcr ihre eigenen Zwecke ausnutzten, im Jahr 1920 Sangesur und eine Reihe von anderen aserbaidschanischen Gebieten an die armenische SSR anzuschlie\u00dfen. So wurde Nachitschewan von Aserbaidschan durch Grenzen r\u00e4umlich abgetrennt. Damit war die Verbindung jener Region Aserbaidschans zum Festland unterbrochen. Und in der Folgezeit erweiterten die Armenier ihre Deportationspolitik gegen Aserbaidschaner in Sangesur und anderen von Aserbaidschanern bewohnten Gebieten, die als Teile Armeniens anerkannt wurden. Im Zuge dieser Politik wurde den Armeniern, die im 19. Jahrhundert im gebirgigen Teil von Karabach angesiedelt wurden, am 7. Juli des Jahres 1923 der Status einer Autonomen Oblast verliehen. Dieser Beschluss wurde unter Schirmherrschaft und mit Teilnahme von Russland gefasst. Jedoch lebten zu jener Zeit in anderen Republiken der UdSSR mehr Armenier als in Karabach. Obwohl die Zahl der historisch in Armenien gelebten Aserbaidschaner um Mehrfache gr\u00f6\u00dfer als in Karabach lebende Armenier war, hatte Aserbaidschan von Armenien die Gr\u00fcndung einer national-staatlichen Einrichtung f\u00fcr sie nie gefordert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die Autonome Oblast Bergkarabach (AOBK) gebildet worden war, wurde die administrativ-territoriale Gliederung Aserbaidschans im Jahr 1923 grob verletzt. Laut Beschluss wurden die Ujesden Javanshir, Gubadli, Schusha gespalten und als Ergebnis wurde die AOBK gegr\u00fcndet. \u201cLaut Verordnung\u201c wurden Schusha, Khankendi und 115 D\u00f6rfer aus dem Schusha Ujesd, einschlie\u00dflich 52 D\u00f6rfer aus dem Ujesd Javanshir, 30 D\u00f6rfer aus der Verwaltungseinheit Garyagin und Galaderesi aus dem Gubadly Ujesd in die AOBK eingegliedert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf diese Art und Weise wurde Bergkarabach-der integrale Bestandteil Aserbaidschans k\u00fcnstlich in gebirgige und tiefliegende Teile aufgeteilt und die aserbaidschanische F\u00fchrung wurde gezwungen, den Armeniern, die im gebirgigen Teil von Karabach angesiedelt worden waren, einen Autonomie-Status zu verleihen. Als dieser Autonomie-Status verliehen worden war, wurde die Stellungnahme von historisch in Berg-Karabach lebenden Aserbaidschanern gar nicht ber\u00fccksichtigt. Damit wurden ihre Rechte wieder grob verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Ereignis war nicht nur eine Verletzung der administrativ-territorialen Gliederung Aserbaidschans, sondern auch wurde als Mittel f\u00fcr die k\u00fcnftigen territorialen Anspr\u00fcche der Armenier gegen Aserbaidschan instrumentalisiert. Seit dieser Zeit entstand der Begriff Berg-Karabach. Obwohl Khankendi im Dekret \u00fcber die Bildung einer Autonomen Oblast als Gebietszentrum gezeigt worden war, wurde sein Name kurz danach am 18. September 1923 auf Beschluss des Parteikomitees der Oblast Bergkarabach umbenannt und nach S. Schahumjan Stepanakert benannt. Damit wurde begonnen, historische aserbaidschanische Orte, Ujesden, Bezirke und D\u00f6rfer in Karabach umzubenennen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der sowjetischen Zeit genoss die im gebirgigen Teil der Region Karabach Aserbaidschans lebende armenische Gemeinde weitgehende Autonomie und hatte alle gleichen Rechte f\u00fcr Politik, Wirtschaft, Soziales und Kultur, jedoch erhob sie mehrmals ihre territorialen Anspr\u00fcche. Jedoch konnten die Armenier dieses Ziel nicht erreichen. Stattdessen fasste der Ministerrat der UdSSR am 23. Dezember 1947 einen Beschluss \u00fcber die \u201cUmsiedlung eines gro\u00dfen Teils der aserbaidschanischen Kolchosbauern und Bev\u00f6lkerung aus der armenischen SSR in das Talgebiet Kura-Araz\u201c der aserbaidschanischen SSR. Nach diesem Erlass wurden in den Jahren von 1948 bis 1953 ca.150 Tausend Aserbaidschaner aus ihren historischen Gebieten, vor allem aus Iravan und den umliegenden Bezirken in tiefliegende Gel\u00e4nde von Aserbaidschan deportiert.<\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gebietsanspr\u00fcche und milit\u00e4rische Aggression Armeniens an Aserbaidschan Ende des 20. Jahrhunderts<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts nutzten die Armenier mit Hilfe ihrer Unterst\u00fctzer im nahen und fernen Ausland die Gelegenheit f\u00fcr die Verwirklichung ihrer Idee \u201eGro\u00dfes Armenien\u201c aus und erhoben Gebietsanspr\u00fcche auf die Region Berg-Karabach von Aserbaidschan. Jedes Mal wurden die Gebietsanspr\u00fcche in Bezug auf Karabach von au\u00dfen, auf Propaganda, Hetze und Druck von Armenien auf die Tagesordnung gebracht. Zweifellos tauchten diese Gebietsanspr\u00fcche der Armenier nicht pl\u00f6tzlich auf, sondern wurden durch ihre Schirmherren in Jerewan und westlichen L\u00e4ndern noch lange bevor sehr pr\u00e4zise und nach einem genauen Plan ausgearbeitet. In der Sowjetzeit wurde unter Schutz der zentralen Regierungsorgane eine gezielte Propagandakampagne gegen Aserbaidschan durchgef\u00fchrt und als Ergebnis hat sich eine allgemein negative Meinung in der Gesellschaft gebildet. Armenische Ideologen und ihre Ideenv\u00e4ter manipulierten die Fakten \u00fcber die Geschichte Aserbaidschans, seine sozial-wirtschaftliche Entwicklung und verbreiteten diese L\u00fcgen in der gesamten Sowjetunion.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als die Ereignisse von 1988 begonnen hatten, wurden anfangs durch armenische Politiker und ihre G\u00f6nner, die an der Eskalation interessiert waren und \u00f6ffentliche Meinung auf ihre Seite locken wollten, unter dem Vorwand der wirtschaftlichen R\u00fcckst\u00e4ndigkeit der Oblast (Verwaltungsgebiet) zwecks des Anschlusses von Berg Karabach an Armenien in Khankendi und Jerewan dauerhaft gestreikt, Betriebe stillgelegt und Massenkundgebungen organisiert. Aber sp\u00e4tere Ereignisse zeigten deutlich, dass die gef\u00e4lschte Thesis armenischer Politiker und ihrer Unterst\u00fctzer in der Machtzentrale der Union \u00fcber die R\u00fcckst\u00e4ndigkeit der Autonomen Oblast Bergkarabach (AOBK) nur eine Farce war und das eigentliche Ziel dabei aus Gebietsanspr\u00fcchen Armeniens gegen\u00fcber Aserbaidschan bestanden hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon in der zweiten H\u00e4lfte des Jahres 1988 eskalierte die Lage derma\u00dfen, dass bereits bewaffneter Angriff auf aserbaidschanische Bev\u00f6lkerung der AOBK stattfand. So unternahmen Armenier Ende August \u2013 Anfang September massenhaft Angriffe auf Karkijahan und Chodschali. Am 18. September vertrieben die Armenier 15.000 in Khankendi lebende Aserbaidschaner aus ihren H\u00e4usern und steckten die H\u00e4user in Brand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Oberste Sowjet der Armenischen SSR fasste am 1. Dezember 1989 unter grober Verletzung der Souver\u00e4nit\u00e4t von Aserbaidschan einen verfassungswidrigen Beschluss \u00fcber den Anschluss der AOBK an die Armenische SSR. Alle Betriebe in der AOBK wurden an entsprechende Ministerien und \u00c4mter in Armenien untergeordnet. Die Tatenlosigkeit der sowjetischen F\u00fchrung, manchmal ihre offensichtliche Unterst\u00fctzung f\u00fchrte dazu, dass die Wirtschaft und anderer Bereiche des Lebens faktisch von Aserbaidschan ausgel\u00f6st und an Armenien angeschlossen wurde. Alle Bezirksstellen der Kommunistischen Partei wurden in die Armenische Kommunistische Partei eingegliedert. Auf dem Gebiet der AOBK wurde die Flagge von Armenien gehisst. Ernsthafte und unverzeihbare Fehler der sowjetischen F\u00fchrung und auch ihre armenienfreundliche Politik versch\u00e4rfte die Lage Ende 1990 \u2013 Anfang 1991 noch st\u00e4rker, armenische Aggression in der AOBK und in Grenzregionen zwischen Aserbaidschan und Armenien nahm zu. In diesen Jahren kamen Hunderte von Menschen bei Terroranschl\u00e4gen, die auf Personenz\u00fcge Moskau-Baku, Automobile zwischen Tbilissi-Baku, Tbilissi-Aghdam, Aghdam-Schuscha, Aghdam-Chodschali ver\u00fcbt wurden, ums Leben. Hunderte Aserbaidschaner fielen der armenischen Politik zum Opfer, die durch die Unterst\u00fctzung der Staatsf\u00fchrung der UdSSR aserbaidschanische Gebiete zu okkupieren beabsichtigte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bedauerlicherweise versch\u00e4rfte sich die Lage immer mehr, nachdem armenische Separatisten am Anfang der Ereignisse an ihren Aktivit\u00e4ten nicht verhindert wurden. Als Ergebnis dieser Tatenlosigkeit f\u00fchrten die Armenier in der Region, die nicht mehr von der aserbaidschanischen Regierung kontrolliert werden konnte, mithilfe von bewaffneten Truppen und milit\u00e4rischer Technik aus Armenien blutige Verbrechen aus. Diese zunehmenden Verbrechen ver\u00e4nderten den Lauf der Ereignisse, ein Konflikt artete sich zu einem Krieg im gro\u00dfen Ma\u00dfstab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab dem Jahr 1991 nahm die Eskalation der Ereignisse im gebirgigen Teil Karabachs immer mehr zu. Die gesellschaftlich-politische Lage signalisierte schon das Herannahen einer gro\u00dfen Katastrophe. In den Monaten Juni-Dezember desselben Jahres kamen infolge der Angriffe armenischer bewaffneter Truppen auf das Dorf Garadaghly in Khojavand und das Dorf Mesheli im Bezirk Askeran 12 Personen um, 15 Personen wurden verwundet. Ende Oktober und im Laufe November des Jahres 1991 wurden mehr als 30 Wohnorte im gebirgigen Teil Karabachs sowie Tugh, Imaret-Garvand, Sirkhavend, Mesheli, Jamilli, Umudlu, Garadaghly, Karkijahan und weitere strategisch wichtige D\u00f6rfer durch Armenier in Brand gesteckt, zerst\u00f6rt und gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zeitraum zwischen 1988-1991, also vom Anfangsstadium der Ereignisse bis zur Aufl\u00f6sung der UdSSR verfolgte Armenien, das von der sowjetischen Staatsf\u00fchrung unterst\u00fctzt wurde, gegen\u00fcber Aserbaidschan eine offene Politik der Aggression, in der Folge wurden Menschen in der Zivilbev\u00f6lkerung umgebracht, Wohnorte zerst\u00f6rt, gepl\u00fcndert und in Brand gesteckt. Nachdem der Aggressorstaat armenische Bev\u00f6lkerung des Bergkarabachs von der Notwendigkeit der Anschlussidee der Region an Armenien auf gek\u00fcnstelte Art und Weise \u00fcberzeugen konnte, wurden 50. 000 Aserbaidschaner aus Bergkarabach V\u00f6lkermord und Gewalt ausgesetzt und aus ihrer Heimat vertrieben. In diesen Jahren wurden in Bergkarabach 2559 Zwischenf\u00e4lle, 315 bewaffnete \u00dcberf\u00e4lle, 1388 Mal Beschuss mit Feuerwaffen registriert, die durch die armenischen Truppen ver\u00fcbt wurden. Dabei kamen 514 Personen um und 1318 Personen verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch ethnische S\u00e4uberungen in Armenien wurden 250. 000 Aserbaidschaner in 185 von Aserbaidschanern bewohnten D\u00f6rfern mit Gewalt vertrieben und mussten als Fl\u00fcchtlinge in Aserbaidschan Schutz suchen. W\u00e4hrend der \u201eS\u00e4uberungsaktion\u201c Armeniens von Aserbaidschanern wurden 216 Aserbaidschaner grausam ermordet, tausende Frauen, Kinder und alte Personen erlitten K\u00f6rperverletzungen, die Eigent\u00fcmer von tausenden Familien wurden ausgepl\u00fcndert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ab Anfang 1992 okkupierte die Armee von Armenien nacheinander die letzten von Aserbaidschanern bewohnten D\u00f6rfer in Bergkarabach. So wurden am 12. Februar die D\u00f6rfer Malibeyli und Gushchular des Rayons Schusha von armenischen Streitkr\u00e4ften besetzt. Vom 13. bis 17. Februar wurden 118 Personen (Kinder, Frauen, alte Menschen) bei bewaffneten Angriffen auf das Dorf Garadaghly im Bezirk Khojavand Geisel genommen, 33 Personen durch Armenier umgebracht, gleichzeitig wurden die Verwundeten gemeinsam mit den Toten in einen Brunnen hineingeworfen und mit Erde versch\u00fcttet. 50 Menschen wurden mit gro\u00dfen Schwierigkeiten von der armenischen Gefangenschaft befreit. 18 Personen von entlassenen Menschen starben an ihren t\u00f6dlichen Wunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das war ein Wandalismus und schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit, dass friedliche Menschen, einschlie\u00dflich Kinder, Frauen, alte Menschen, die gefangen genommen wurden, gek\u00f6pft, bei lebendigem Leibe beigesetzt, mit besonderer Grausamkeit und Folter get\u00f6tet, verbrannt, skalpiert, ausgehungert und ihnen die Augen ausgestochen, die Z\u00e4hne gezogen wurden. Im Dorf Garadaghly kam es zu einem der schrecklichsten Massaker. Die beiden betroffenen Familien in diesem Dorf haben jeweils 4 Mitglieder verloren. Dar\u00fcber hinaus haben 42 Familien ihre Ern\u00e4hrer verloren. Ca. 140 Kinder blieben als Waisen zur\u00fcck. In Garadaghly wurden durch die armenischen bewaffneten Einheiten insgesamt 91 Menschen umgebracht, das hei\u00dft, dass jeder zehnte Mann der Dorfbev\u00f6lkerung get\u00f6tet wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Nacht vom 25. zum 26. Februar 1992 griffen die Streitkr\u00e4fte Armeniens mit direkter Teilnahme von Einheiten und 180 Milit\u00e4rspezialisten des zu jenem Zeitpunkt in der Stadt Khankendi der Berg-Karabach Region der Republik Aserbaidschan stationierten alt-sowjetischen 366. Motorsch\u00fctzenregiments, die Stadt Chodschali in Bergkarabach an. Mit Hilfe der zu jener Zeit dem Regiment zur Verf\u00fcgung stehenden schweren Milit\u00e4rtechnik machten die armenischen Soldaten die Stadt Chodschali dem Erdboden gleich. Die Stadt wurde v\u00f6llig zerst\u00f6rt und niedergebrannt. In Chodschali wurde ein grausames Massaker des 20. Jahrhunderts angerichtet -Kinder, Frauen, alte Menschen, Kranke wurden mit unglaublicher Brutalit\u00e4t und Erbarmungslosigkeit get\u00f6tet. W\u00e4hrend dieses Blutbads wurden nach offiziellen Angaben insgesamt 613 Personen mit besonderer Grausamkeit und Folter get\u00f6tet, darunter: 63 -Kinder, 106 \u2013Frauen, 70 \u2013alte Menschen. 8 Familien sind v\u00f6llig liquidiert. Durch diese Trag\u00f6die sind 487 friedliche Bewohner, einschlie\u00dflich 76 Kinder, verschiedenen Grades behindert. 1275 Zivilisten wurden gefangen genommen und erlitten schwere Dem\u00fctigungen und Verletzungen in Gefangenschaft. Von 150 dieser Gefangenen fehlt bis heute jede Spur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Sturm auf Chodschali waren im Bestande des 3. Bataillons des 366. Motorsch\u00fctzenregiments Dutzende von Offizieren und Unteroffizieren armenischer Nationalit\u00e4t. Um den V\u00f6lkermord an zu verheimlichen, wurde das 366. Motorsch\u00fctzenregiment am 2. M\u00e4rz 1992 nach Wasiani (Georgien) disloziert. Am 10. M\u00e4rz wurde das Regiment abgebaut und seine Milit\u00e4rtechnik an andere milit\u00e4rische Einheiten verteilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Initiative des Iran fand am 8. Mai 1992 in Teheran ein trilaterales Treffen von aserbaidschanischen und armenischen Leitern statt. Am selben Tag besetzten die armenischen Streitkr\u00e4fte die aserbaidschanische Region Schuscha. Es stellte sich sp\u00e4ter heraus, dass die armenische Seite mit einer Feuereinstellung an der aserbaidschanisch-armenischen Grenze und im gebirgigen Teil von Karabach ganz anderes Ziel verfolgt hatte. Dieses Treffen war f\u00fcr armenische Seite von Belang, um ihre Absichten von der internationalen Gemeinschaft zu verstecken. Die armenische F\u00fchrung wusste das gewiss vorher, dass eine Angriffsoperation vorbereitet worden war. Weil beide Termine der Besetzung von Schusha und der von der armenischen F\u00fchrung in Teheran gef\u00fchrten Verhandlungen zeitlich zusammenfallen. Und das Friedensabkommen blieb so lange in Kraft, bis die Tinte der Unterschrift trocken war. Zugleich verbreiteten die Armenier weltweit wie immer am Vorabend dieses Angriffs Desinformationen \u00fcber heftige Attacken von Schusha auf Khankendi.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Solcherweise wurden der 289 Quadratkilometer gro\u00dfe Rayon Schuscha mit 24 Tausend Einwohnern und der gleichnamigen Stadt Schuscha, einschlie\u00dflich 30 D\u00f6rfer jenes Bezirks mit Hilfe der modernsten Milit\u00e4rtechnik von armenischen Streitkr\u00e4ften besetzt. Bei den K\u00e4mpfen um Schusha kamen 195 Menschen ums Leben, 165 weitere Menschen wurden verletzt und 58 Personen sind vermisst. Dieses Ereignis ist ein weiterer schlagender Beweis daf\u00fcr, dass armenische Regierung eine Annexionspolitik betreibt, die Charta der Vereinten Nationen und die OSZE-Prinzipien systematisch und grob verletzt, ohne R\u00fccksicht auf die V\u00f6lkerrechte den gebirgigen Teil von Karabach mit Gewalt an Armenien anzuschlie\u00dfen versucht. Die Einnahme der Stadt Schuscha, eines der alten Zentren der aserbaidschanischen Musik und Kultur schuf sp\u00e4ter Grundlagen f\u00fcr die Besetzung von anderen aserbaidschanischen Gebieten. Der n\u00e4chste Schritt war die Okkupation von Latschin, das als Korridor zwischen Berg-Karabach und Armenien dient. Nach der Besetzung von Schuscha sperrten die armenischen Streitkr\u00e4fte den Weg Schuscha-Latschin und nahmen die Stadt Latschin unter schweren Artilleriebeschuss. Das Ziel der armenischen Streitkr\u00e4fte war es, ihre Position in den besetzten aserbaidschanischen Gebieten zu st\u00e4rken, zwischen Berg- Karabach und Armenien, eine Verbindung herzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz nach der Besetzung von Schuscha nahmen die Armenier am 18. Mai die alte aserbaidschanische Stadt Latschin ein. So wurde der 1835 Quadratkilometer gro\u00dfe Rayon Latschin mit 71 Tausend Einwohnern und 120 D\u00f6rfern von den armenischen Streitkr\u00e4ften besetzt. Zweifellos h\u00e4tte die armenische Gemeinde von Berg-Karabach ohne gro\u00dfe fremde Hilfe aserbaidschanische Gebiete niemals besetzen k\u00f6nnen, und wenn sie es auch wollte. Solcherweise konnten die Armenier unter dem Vorwand der Umsetzung der Idee \u201cSelbstbestimmung\u201c den Latschin Korridor zwischen Berg-Karabach und Armenien durch Waffengewalt einzunehmen. Die Besetzung von Latschin zeigte, dass der Krieg weit \u00fcber die Grenzen Berg-Karabachs hinausgedrungen ist und Armeniens Eroberungssucht noch gr\u00f6\u00dfer ist. Durch diesen Korridor, den die Armenier als \u201chumanit\u00e4ren Korridor\u201c betrachteten, wurden nach Karabach zahlreiche milit\u00e4rische Kr\u00e4fte transportiert, gro\u00dfe Menge von Waffen und Munitionen geliefert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zuge der Annexionspolitik okkupierten die armenischen Streitkr\u00e4fte, die ihr Ziel erreichten, einen mono-ethnischen Staat zu gr\u00fcnden, mit Hilfe ihrer Unterst\u00fctzer die aserbaidschanischen Rayons Latschin, Kalbajar, Aghdam, Fuzuli, Jabrayil, Gubadli und Zangilan, die au\u00dferhalb der Region Bergkarabach (4.400 Quadratkilometer) liegen und um Vierfache gr\u00f6\u00dfer als ihr Territorium sind. In allen diesen armenisch besetzten Gebieten wurde eine ethnische S\u00e4uberungspolitik verfolgt. Die Armenier instrumentalisierten Berg-Karabach als politisches Mittel f\u00fcr ihre territorialen Anspr\u00fcche und betrachteten diesen Prozess als Versuch der Selbstbestimmung der armenischen Gemeinde von Bergkarabach. Als Ergebnis wurden mehr als eine Million Aserbaidschaner zu Fl\u00fcchtlingen und Binnenvertriebenen in ihrem eigenen Land.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Armenische Truppen halten noch immer 20 Prozent der Gebiete Aserbaidschans besetzt. Im Zuge dieser Besatzung wurden rund 900 Siedlungen, 22 Museen und 4 Kunstgalerien und 9 historische Pal\u00e4ste und 40 Tausend historische Museen, 44 Tempel und 9 Moscheen v\u00f6llig zerst\u00f6rt, ausgepl\u00fcndert und niedergebrannt. Dar\u00fcber hinaus wurden etwa 4,6 Millionen B\u00fccher in den 927 Bibliotheken vernichtet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zuge der Einsch\u00fcchterungspolitik Armeniens, das den Staatsterrorismus f\u00f6rdert und die Genozid-Politik betreibt, wurden in Aserbaidschan von dem separatistischen Regime in den armenisch annektierten Gebieten 373 verschiedene Terrorakte (in Passagierbussen, Personen- und G\u00fcterz\u00fcgen, der Bakuer U-Bahn, dem Luftverkehr, Passagierf\u00e4hren, Siedlungen Zivilbauten und Staatsobjekten) ver\u00fcbt. Bei diesen Terroranschl\u00e4gen starben 1200 Menschen, weitere 1705 Zivilisten wurden verletzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Okkupationspolitik der Armenier war wie immer von Massenmord begleitet. Mehr als 20.000 Aserbaidschaner wurden Opfer des Okkupationskriegs Armeniens in den Jahren 1988-1993, ca. 100. 000 Menschen wurden verletzt, ca. 50 000 Menschen wurden behindert. Nach offiziellen Quellen wurden 4853 Aserbaidschaner gefangen genommen, von denen 1357 aus der Gefangenschaft entlassen wurden. 783 Personen sind noch in der armenischen Gefangenschaft. Nach Angaben des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz wurden 439 Personen in der Gefangenschaft get\u00f6tet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der V\u00f6lkermord, der von den Armeniern Ende des 20. zwanzigsten Jahrhunderts in der aserbaidschanischen Stadt Chodschali ver\u00fcbt wurde, ist eines der schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Zivilisation. In der Weltgeschichte steht die Chodschaliner Trag\u00f6die in einer Reihe mit den schrecklichen Trag\u00f6dien Chatyn, Hiroshima, Nagasaki, Ruanda, Srebrenica und Holocaust, die in der Geschichte nicht vergessen werden. Die obenerw\u00e4hnten Ereignisse gingen in die Geschichte der Kriege als V\u00f6lkermorde an den Zivilisten ein und fanden eine gro\u00dfe Resonanz in der Welt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nachdem Nationalleader Heydar Aliyev im Jahr 1993 in Aserbaidschan wieder an die Macht gekommen war, erhielt dieses f\u00fcrchterliche Genozid, das sich vor den Augen der ganzen Welt ereignete, seine rechtspolitische Bewertung. Im Februar 1994 gab das aserbaidschanische Parlament eine rechtspolitische Bewertung des V\u00f6lkermords von Chodschali ab. Dar\u00fcber hinaus wurde der 31. M\u00e4rz nach dem Erlass von Nationalleader Heydar Aliyev vom 26. M\u00e4rz 1998 im Zusammenhang mit grauenhaften Massakern, die von Zeit zu Zeit von Armeniern an den Aserbaidschanern angerichtet wurden, zum Tag des V\u00f6lkermords an den Aserbaidschanern erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dekret von Nationalleader Heydar Aliyev vom 18. Dezember 1997 \u00fcber die &#8220;massenhafte Vertreibung von Aserbaidschanern aus ihren historischen Gebieten in der armenischen SSR in den Jahren 1948-1953\u201c ist im Hinblick auf eine gro\u00df angelegte Forschung der Deportation der aserbaidschanischen Bev\u00f6lkerung aus den Gebieten der armenischen SSR und eine rechtspolitische Beurteilung dieses Verbrechens und die Vermittlung von Wahrheiten \u00fcber diese Straftaten an die internationale Gemeinschaft von gro\u00dfer Bedeutung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gem\u00e4\u00df internationalem Recht ist V\u00f6lkermord eine verbrecherische Tat gegen den Frieden und die Menschlichkeit und gilt als schwerstes Verbrechen. Am 9. Dezember 1948 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen in der Resolution 260 (III) die \u201cKonvention \u00fcber die Verh\u00fctung und Bestrafung des V\u00f6lkermordes\u201c, die seit 1951 in Kraft trat. Im Zuge der Aggression von Armenien gegen Aserbaidschan wurden alle Taten, die in jener Konvention der Vereinten Nationen verankert sind, Verbrechen eines V\u00f6lkermords bildet, gegen Aserbaidschaner begangen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine weitere Tatsache, die die Nachhaltigkeit dieser verbrecherischen Politik Armeniens best\u00e4tigt, besteht darin, dass die Armenier allein im 20. Jahrhundert viermal &#8211; in den Jahren 1905-1907, 1918-1920, 1948-1953 und schlie\u00dflich 1988-1993 die V\u00f6lkermorde an den Aserbaidschanern ver\u00fcbt haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Aggressorstaat verfolgt die Aggressionspolitik seit mehr als 20 Jahren vor den Augen der Welt\u00f6ffentlichkeit. Deshalb richtet sich die Republik Aserbaidchan nach der obenerw\u00e4hnten UN-Konvention und beh\u00e4lt sich alle Rechte vor, im Internationalen UN-Gerichtshof eine Klage gegen die Republik Armenien zu erheben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Verhandlungen \u00fcber die Beilegung des Konfliktes vertritt Armenien wie immer eine unkonstruktive Position und verzichtet nicht auf seine aggressive Politik. Aus diesem Grund haben die Verhandlungen bisher zu keinem konkreten Ergebnis auf dem Wege einer endg\u00fcltigen L\u00f6sung des Konfliktes gef\u00fchrt. Auf der anderen Seite haben internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen und die OSZE bisher noch keine notwendigen und konkreten Ma\u00dfnahmen zur Erf\u00fcllung ihrer Beschl\u00fcsse und Resolutionen ergriffen. Dar\u00fcber hinaus lie\u00dfen die Co-Vorsitzl\u00e4nder der OSZE Minsk-Gruppe in den verflossenen Jahren das Prinzip der \u201eDoppelmoral\u201c gelten und trugen keine Verantwortung f\u00fcr eine gerechte L\u00f6sung des Konfliktes, und hatten nicht die Absicht, einen Druck gegen den Aggressor auszu\u00fcben. Die Durchf\u00fchrung keiner praktischen Ma\u00dfnahmen gegen das Aggressorland Armenien hatte das Ansehen der OSZE geschadet, daneben aber auch all Hoffnungen auf ihre Minsk-Gruppe zunichte gemacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trotzdem begr\u00fc\u00dft Aserbaidschan die Vorschl\u00e4ge von internationalen Organisationen, insbesondere die Friedensbem\u00fchungen der OSZE und nimmt an ihrer Arbeit aktiv teil. Und das ist auch ein Beweis daf\u00fcr, dass Aserbaidschan nach wie vor f\u00fcr eine friedliche Beilegung des Konflikts eintritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aserbaidschan hat eine klare Position in der Beilegung des Berg-Karabach-Konfliktes. Das hei\u00dft, dass Problem nur im Rahmen der territorialen Integrit\u00e4t Aserbaidschans und der international anerkannten Grenzen unseres Landes gel\u00f6st werden muss. Diese Position beruht auf den Normen und Grunds\u00e4tzen des V\u00f6lkerrechts, der UN-Charta, der Schlussakte von Helsinki und zahlreichen internationalen Dokumenten, die \u00fcber die L\u00f6sung des Konfliktes angenommen worden sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dar\u00fcber hinaus tr\u00e4gt eine Reihe von Dokumenten von internationalen Organisationen \u00fcber die friedliche Beilegung des Konfliktes zur St\u00e4rkung der Position Aserbaidschans bei und best\u00e4tigt nochmals, dass das Problem auf der Grundlage der Prinzipien des internationalen Rechts gel\u00f6st werden soll. In dieser Hinsicht sind 4 Resolutionen des UN- Sicherheitsrates (822, 853, 874, 884) sowie die Beschl\u00fcsse der OSZE, des Europarats und der Organisation f\u00fcr Islamische Zusammenarbeit auch von Belang und bilden eine Rechtsgrundlage f\u00fcr den Schutz einer fairen Position Aserbaidschans auf internationaler Ebene. In den j\u00fcngsten Entschlie\u00dfungen von Europ\u00e4ischem Parlament und NATO-Gipfeltreffen wird die territoriale Integrit\u00e4t Aserbaidschans ausdr\u00fccklich unterst\u00fctzt und darauf hingewiesen, dass der Besatzung ein Ende gesetzt werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deshalb m\u00fcssen die Gro\u00dfm\u00e4chte den Aggressor zur\u00fcckhalten, der f\u00fcr internationale Beziehungen eine Gefahr darstellt, gem\u00e4\u00df Kapitel VII der UN-Charta praktische Ma\u00dfnahmen ergreifen und Armenien dem Willen der internationalen Gemeinschaft unterordnen.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ali Hasanov\u00a0 Assistent des Pr\u00e4sidenten der Republik Aserbaidschan f\u00fcr sozial-politische Angelegenheiten, Doktor der historischen Wissenschaften, Professor Ansiedlung der Armenier in aserbaidschanischen Gebieten &nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":12,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1388],"tags":[],"class_list":["post-39576","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-slideranons-de"],"fimg_url":false,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39576","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/12"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=39576"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/39576\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=39576"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=39576"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/1905.az\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=39576"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}