{"id":7964,"date":"2014-07-28T15:43:30","date_gmt":"2014-07-28T10:43:30","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/?p=7964"},"modified":"2019-11-13T16:42:43","modified_gmt":"2019-11-13T12:42:43","slug":"armenier-sind-im-kaukasus-nicht-einheimische","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/armenier-sind-im-kaukasus-nicht-einheimische\/","title":{"rendered":"Armenier sind im Kaukasus nicht Einheimische"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ilyas-babayev.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-7477\" src=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ilyas-babayev.jpg\" alt=\"ilyas babayev\" width=\"528\" height=\"601\" srcset=\"https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ilyas-babayev.jpg 528w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/ilyas-babayev-263x300.jpg 263w\" sizes=\"auto, (max-width: 528px) 100vw, 528px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das die Armenier im Kaukasus nicht Einheimische sind und aus anderen Orten hierher gekommen sind, ist eine von Fachleuten seit langem bewiesene Tatsache.<\/p>\n<p>Die armenische Sprache hat nichts mit den kaukasischen Sprachen zu tun. Diese Sprache geh\u00f6rt zu der indoeurop\u00e4ischen Sprachfamilie. Es ist bekannt, dass es verschiedene Gruppen in dieser Sprachfamilie gibt. Einige Wissenschaftler, darunter auch I. Dyakonov glauben, dass die armenische Sprache der griechischen Sprache \u00e4hnelt. Diese Tatsache beweist, dass zu irgendeinem Zeitpunkt in der Geschichte die Griechen und Armenier auf Nachbarschaft gelebt und sich gegenseitig beeinflusst haben. Doch sind Armenier auch kein vorderasiatisches Volk.<!--more--><\/p>\n<p>Sie sind nicht vor Mitte des zweiten Jahrtausends v. Chr. nach Vorderasien gekommen. Sehr wahrscheinlich erreichten sie w\u00e4hrend der V\u00f6lkerwanderung Kleinasien. Die Namen von Armeniern wurden zum ersten Mal in den Bergfelsinschriften des Berges Behisutun erw\u00e4hnt, die in der Zeit von Darius geschrieben worden sind. Diese Inschriften stammen aus den Jahren 520-518 v. Chr. In einigen dieser Zeilen wurde ein Ort, genannt \u201eArmenien\u201c, erw\u00e4hnt.<\/p>\n<p>Sie waren nicht unabh\u00e4ngig sondern Teil des Ach\u00e4menidenreichs. Aus den Inschriften geht hervor, dass sie eine Rebellion gegen das Reich erhoben. Auch in der Zeit von Alexander dem Gro\u00dfen, der Ach\u00e4meniden besiegte, kam die armenische Unabh\u00e4ngigkeit nicht in Frage. Denn \u00a0niemand besa\u00df die Unabh\u00e4ngigkeit im \u00a0Alexanderreich. Diese Seite des Kaukasus, wo wir lebten, war in jener Zeit unabh\u00e4ngig da Alexander in dieses Gebiet noch nicht gekommen war. Im 5. Jahrhundert v. Chr. lebten hier Kaspier, und nachher Albaner.<\/p>\n<p>Im 2. Jahrhundert v. Chr., sollen die Armenier in einem kurzen Zeitraum w\u00e4hrend der Herrschaft des K\u00f6nigs Artasches, angeblich unabh\u00e4ngig gewesen sein.\u00a0 In den Jahren 96-95 v. Chr. hat Tigran der 2., der bei den parthischen K\u00f6nigen als Geisel gehalten wurde, durch zweifelhafte Abkommen seine Macht gegr\u00fcndet. Nachdem er sich ein wenig verst\u00e4rkt\u00a0 hatte, bewegt er sich in die Richtung von Syrien und besetzte einige St\u00e4dte. Im Jahre 69 des 1. Jahrhunderts v. Chr. begann ein Zug in Richtung Osten unter der F\u00fchrung des r\u00f6mischen Feldherrn Lucullus. Lucullus zerst\u00f6rte die Stadt Tigranakert, gelegen am oberen Strom des Flusses Tigris. \u00a0Der armenische Forscher Sargsyan schrieb, dass die Stadt Tigranakert nicht vor \u00a087. v. Chr. gegr\u00fcndet wurde. Tigran der 2. war niemals im Kaukasus. Und deshalb befand sich die Stadt Tigranakert nat\u00fcrlich nicht im Kaukasus. Nachdem Lucullus nach Rom zur\u00fcckgerufen wurde, f\u00fchrte Pompeius den Zug weiter durch und brachte Tigran eine schwere Niederlage ein. Tigran bot Pompeius alle seine Sch\u00e4tze an, und kniete selbst vor ihm nieder.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, die Armenier im Kaukasus waren kein Staat. Da die Menschen zerstreut sind, k\u00f6nnte es nat\u00fcrlich sein, dass auch einige Armenier hier lebten. Aber es gab keinen armenischen Staat. Ein &#8220;Gro\u00dfarmenien\u201c oder \u201eVon Meer zu Meer&#8221; ist nur ein Traum. Sie h\u00e4tten dieses Gebiet nicht abdecken k\u00f6nnen, selbst wenn sie jede hundert Kilometer einen Armenier hingestellt h\u00e4tten. Wenn zurzeit h\u00f6chstens 7-8 Mio. Armenier in der ganzen Welt leben, war ihre Zahl zu jener Zeit viel kleiner. Obwohl es richtig ist, \u00a0dass Armenier auch im Kaukasus zerstreut lebten.<\/p>\n<p>In seinem Buch von 1911 schreibt ein russischer Wissenschaftler Schavrov, dass bis zum Vertrag Turkmenchay von 1828 fast 300.000 Armenier im Kaukasus lebten. Anfang des 20. Jahrhundert erreichte deren Zahl in dieser Region 1,3 Millionen. Mehr als 1 Million von ihnen wurden von den russischen Beh\u00f6rden hierher umgesiedelt. In den Werken von Paskevich und Gribojedow wurde dargestellt, wie sie umgesiedelt worden sind. Sie wurden bezahlt und eine besondere Aufmerksamkeit wurde darauf gelegt, dass das Klima des Umsiedlungsorts dem des Wohnortes entsprach. Ungeachtet dessen, dass w\u00e4hrend der Deportation der Aserbaidschaner, die Menschen aus den Bergregionen ins Tiefland umgesiedelt wurden.<\/p>\n<p>Die Armenier wurden vor allem im Sommer nach Karabach umgesiedelt, wenn die dort lebenden Aserbaidschaner in den Bergen waren. So kann man diese Gebiete auf keinen Fall als \u201earmenisch\u201c bezeichnen. Viele religi\u00f6se Denkm\u00e4ler haben sie sich einfach angeeignet. In der ersten H\u00e4lfte des 4. Jahrhunderts wurden die kaukasischen Albaner zum Christentum konvertiert und es wurde zu ihrer offiziellen Religion.<\/p>\n<p>Mitte des 5. Jahrhunderts f\u00fchrten Byzanz und Sassaniden einen Krieg. Um die M\u00f6glichkeit auszuschlie\u00dfen, dass christliche Albaner zu Byzanz halten k\u00f6nnten, begannen die Sassaniden den Zoroastrismus in diesem Gebiet zu propagieren. Gewiss gab es hier zoroastrische Gemeinden, doch die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung war christlich. Deshalb haben die Sassaniden die F\u00fcrsten in die Hauptstadt eingeladen und Druck ausge\u00fcbt, damit sie den Zoroastrismus akzeptieren. Unter der Gefahr einer Invasion nahm ein Teil der Albaner im Jahre 450 den Zoroastrismus an. Doch nach einem Jahr emp\u00f6rte sich das Volk und vertrieb die zoroastrischen Priester aus dem Land.<\/p>\n<p>Sp\u00e4ter, w\u00e4hrend des islamischen Kalifats wurden die christlichen Albaner, die die Einheit Allahs akzeptierten, nicht angefasst, die Zoroastrier aber zum Islam konvertiert. Christen lebten in diesem Gebiet f\u00fcr eine lange Zeit. Mkhitar Gosh hatte sogar ein Gesetzbuch f\u00fcr die christliche Bev\u00f6lkerung erarbeitet.<\/p>\n<p>1836 unterstellte die Synode w\u00e4hrend der Herschaft von Russland die hiesigen albanischen Kirchen der armenischen Kirche. Um pro-iranischen und pro-t\u00fcrkischen Tendenzen der Muslimen in einer \u00e4u\u00dferst wichtigen strategischen Region zu vermeiden, haben die russischen Beh\u00f6rden die Armenier massenhaft in diese Gebiete umgesiedelt. So begann Russland seine Methode \u201eTrenne und Herrsche&#8221; zu verwirklichen. Man versuchte, uns ganz von unseren Wurzeln zu trennen und benutzte Armenier im Kampf gegen uns.<\/p>\n<p>Es gibt genaue topografische Karten des russischen Milit\u00e4rs von 1808-1809. Es ist bekannt, dass eine besondere Aufmerksamkeit auf die Rechtschreibung der Ortsnamen auf milit\u00e4rischen Karten gelegt wird. Man kann auf diesen Karten unz\u00e4hlige Ortsnamen des aserbaidschanischen Ursprungs im Territorium des heutigen armenischen Staates finden. Ich w\u00fcnsche sehr, dass diese Karten von unserem Staat neu gedruckt werden, um die historische Wahrheit der Welt mitzuteilen.<\/p>\n<p><strong>Ilyas Babayev<\/strong><\/p>\n<p><strong>K<\/strong><strong>orrespondierendes Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Aserbaidschans <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das die Armenier im Kaukasus nicht Einheimische sind und aus anderen Orten hierher gekommen sind, ist eine von Fachleuten seit langem bewiesene Tatsache. Die armenische Sprache hat nichts mit den kaukasischen Sprachen zu tun. Diese Sprache geh\u00f6rt zu der indoeurop\u00e4ischen Sprachfamilie. Es ist bekannt, dass es verschiedene Gruppen in dieser Sprachfamilie gibt. 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