{"id":89243,"date":"2019-02-19T11:07:20","date_gmt":"2019-02-19T07:07:20","guid":{"rendered":"http:\/\/1905.az\/?p=89243"},"modified":"2019-02-19T11:07:57","modified_gmt":"2019-02-19T07:07:57","slug":"garadaghli-tragoedie-jaehrt-sich-zum-siebenundzwanzigsten-male","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/1905.az\/de\/garadaghli-tragoedie-jaehrt-sich-zum-siebenundzwanzigsten-male\/","title":{"rendered":"Garadaghli-Trag\u00f6die j\u00e4hrt sich zum siebenundzwanzigsten Male"},"content":{"rendered":"<p>Die Garadaghli-Trag\u00f6die ist eines der schrecklichsten Trag\u00f6dien in der Geschichte des Karabach-Krieges. Es sind 27 Jahre her, seit das Dorf Garadaghli in Khojavend besetzt worden ist. Dutzende von Dorfbewohnern wurden beim Angriff der armenischen Okkupanten auf Garadaghli in grausamer, brutaler Weise umgebracht.<!--more--><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Qaradagli.jpg\" alt=\"\" width=\"561\" height=\"388\" class=\"alignnone size-full wp-image-89024\" srcset=\"https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Qaradagli.jpg 561w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Qaradagli-300x207.jpg 300w, https:\/\/1905.az\/wp-content\/uploads\/2019\/02\/Qaradagli-400x277.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 561px) 100vw, 561px\" \/><\/p>\n<p>Ab dem Jahr 1991 nahm die Eskalation der Ereignisse im gebirgigen Teil Karabachs immer mehr zu. Die gesellschaftlich-politische Lage signalisierte schon das Herannahen einer gro\u00dfen Katastrophe. In den Monaten Juni-Dezember desselben Jahres kamen infolge der Angriffe armenischer bewaffneter Truppen auf das Dorf Garadaghli in Khojavand und das Dorf Mesheli im Bezirk Askeran 12 Personen um, 15 Personen wurden verwundet. Ende Oktober und im Laufe November des Jahres 1991 wurden mehr als 30 Wohnorte im gebirgigen Teil Karabachs sowie Tugh, Imaret-Garvand, Sirkhavend, Mesheli, Jamilli, Umudlu, Garadaghly, Karkijahan und weitere strategisch wichtige D\u00f6rfer durch Armenier in Brand gesteckt, zerst\u00f6rt und gepl\u00fcndert.<\/p>\n<p>Ab Anfang 1992 okkupierte die Armee von Armenien nacheinander die letzten von Aserbaidschanern bewohnten D\u00f6rfer in Bergkarabach. So wurden am 12. Februar die D\u00f6rfer Malibeyli und Gushchular des Rayons Schusha von armenischen Streitkr\u00e4ften besetzt. Vom 13. bis 17. Februar wurden 118 Personen (Kinder, Frauen, alte Menschen) bei bewaffneten Angriffen auf das Dorf Garadaghli im Bezirk Khojavend Geisel genommen, 91 Bewohner wurden in grausamer, brutaler Weise get\u00f6tet. Verletzte Dorfbewohner wurden gemeinsam mit get\u00f6teten Personen in einen Brunnen hineingeworfen und mit Erde versch\u00fcttet. 50 Menschen wurden mit gro\u00dfen Schwierigkeiten von der armenischen Gefangenschaft befreit. 18 Personen von entlassenen Menschen starben an ihren t\u00f6dlichen Wunden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus wurden 200 H\u00e4user, ein Kulturzentrum, eine Schule mit 320 Sch\u00fclerpl\u00e4tzen, ein Krankenhaus mit 25 Betten und andere Objekte, historische, religi\u00f6se, kulturelle Denkm\u00e4ler und Friedh\u00f6fe von Aserbaidschanern zerst\u00f6rt. Etwa 800 Bewohner des Dorfes wurden vertrieben.<\/p>\n<p>Seit 27 Jahren d\u00fcrfen die Dorfbewohner von Garadaghli nicht in ihr Heimatdorf gehen, jedoch haben sie ihre Hoffnungen auf die R\u00fcckkehr in ihren Heimatort nicht verloren. Sie wurden in einer f\u00fcr Vertriebene aus dem Distrikt Khojavend im Beylagan Bezirk angelegten Siedlung angesiedelt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/azertag.az\/de\" target=\"_blank\" class=\"azertac-link\" rel=\"noopener\">AZERTAC<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Garadaghli-Trag\u00f6die ist eines der schrecklichsten Trag\u00f6dien in der Geschichte des Karabach-Krieges. Es sind 27 Jahre her, seit das Dorf Garadaghli in Khojavend besetzt worden ist. 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